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nem grofsen Schlitten gereiset sey, der einemkleinen Hause ähnlich war, und welcher mir 100Hunden bespannt werden mufste. Er soll über-dies mit diesem Schlitten so sclihell gereisetseyn, daf.s auf jeder Siation mehrere Hunde ge-fallen sind, die-nicht ihm, sondern den Kam-tschadalen zugehörren , und die er ihnen nichtbezahlte. Auch des Sommers müssen die Kam-tschadalen immer mit ihren Böfen bereit seyn,die Reisenden auf den Flüssen bald hinauf, baldherunter zu führen; ja es darf kein Soldat ir-gend wohin geschickt werden, ohne einen Kam-tschadalen zum Begleiter zu haben. Es rrift sichdaher oft, dafs sie über 14 Tage von ihren Os-*trogen entfernt sind, und während dieser Zeit oftdie beste Gelegenheit versäumen, sich mit Fi-schen auf den Winter zu versorgen, da es nichtnur darauf ankommt die Fische zu fangen, son-dern auch mehrere Tage heiteres Sommerwettererfordert wird, sie zu trocknen. Tritt währenddes Trocknens Regen ein, so zeigen sich so-gleich Würmer in den Fischen, und der Vorrathist verloren. Jetzt, bei der gröfsern Anzahl desMilitärs, da aufser den Kosaken noch ein Batail-lon von 500 Soldaten mit ungefähr 20 Officie-ren in Kamtschatka einquarliert ist, und bei dergeringem Anzahl von Kamlschadalen, sieht manleicht, dafs diese oft von ihren Arbeiten und zwarganz ohne Entschädigung abgezogen werden;denn das Kron-Fostgeld, welches ein Kopekefür die Werst ausmacht, ist bei dem geringen
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