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3 (1814) Geschichte des Feldzugs [2] / [Erzherzog Karl von Österreich]
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lern den Einsiedlerberg forciren, um sich da-durch den Weg nach Regensburg zu bahnen.

Die Operation des Erzherzogs war zweck-massig; obw'olil sie im Widerspruch mit demGrundsätze der Kriegskunst zu stehen scheint,jedes Manöver zu vermeiden, dessen Erfolg vondem Zusammentreffen entfernter und isolirlerColonnen abhiingt. Dem Manne, der eine Wis-senschaft völlig ergründet hat, sind die Motiveihrer Regeln nicht unbekannt, folglich auchnicht die Fälle, welche Ausnahmen gebietenoder gestatten. Diese treten ein, wo jene Mo-tive nicht existiren, oder durch andeie von hö-herem Interesse überwogen werden. CombinirteManöver sind unzweckmässig, weil das Zusam-mentreffen der Colonnen so vielen Zufällen un-terworfen ist, die dem Feind die Möglichkeitverschaffen können, der Ausführung vorzukom-men, und eine nach der andern zu schlagen.Von Jourdan war es nicht zu besorgen, dass erin strategischer sowohl als taktischer Hinsichtden grössten Fehler begehen würde, nämlich:seine Rückzugslinie Preis zu geben, um die Ver-einigung der österreichischen Coloniv, ' zu hin-dern. Und dieser Fall berechtigte dt ( ri Erzher-zog zu der so seltenen Ausnahme von dem er-probten Grundsatz der Kriegskunst.