rwft
335
zur rechten Zeit versammelt hätten. Der Zweck,den sich die Directoren vorsetzten, konnte aufdiese Art sicherer, in viel grösserem Masse undfrüher erreicht werden, als durch eine Opera-tion aus Italien , deren Erfolg erst von der vor-läufigen Verstärkung der dortigen Armee ahhing.
Zwar wurde dem General Moreau am 20.Dccember das Commando der gesammten amllhein stehenden Truppen übertragen; alleinmit dieser Ernennung erhielt er auch den Be-fehl, 3 o,000 Mann Inf. und i, 5 oo Pferde nachItalien abrücken zu lassen. Die Belagerung vonKehl hatte schon ansehnliche Fortschritte ne-
o
macht, und die Truppen der Sambre- und Maas-armee waren sehr vertheilt. Diesen Umständenmuss es wohl beigemessen werden, wenn derfranzösische Feldherr Hindernisse fand, die sei-ne Entwürfe beschränkten.
* SIEBENZEHNTER ABSCHNITT.
BELAGERUNG DES BRÜCKENKOPFES VON HÜNIN-GEN *).
Frankreichs Interesse forderte die Vertheidi-gung von Kehl ; aber auch die Behauptung desBrückenkopfes vonHiiningen war ihm wichtig.Sie theilte die Kräfte des Feindes, beschäftigte*) Siehe Plan XI.