Band 
Zweiter Theil, Zweite Abtheilung.
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und gesellschaftlicher Ordnung stellt, und nichtminder gefälulich ist, als die blinde Wutli einestollen Hundes. Der Kaiser beschliefst das Ma-nifest damit, dafs er seine Tatarischen Unterrha-nen vor den Missionaren warnt, und sie ermahnt,ihrer Religion, ihren Gesetzen und Gebräuchentreu zu bleiben. Um aber dem Übel so sehr alsmöglich vorzubeugen, befiehlt er, eine Commis-sion zu ernennen , die über die Missionare einwachsames Auge haben soll. Adjudati'sSchicksal war, nach der Tatarei verbannt zu wer-den ; ein anderer Italienischer Missionar, Choi-siu Salratti, welcher ohne Erlaubnifs der Re-gierung im Lande herum reiste, und nicht weitvon Canton ergriffen ward, soll sich jetzt dort imGefängnisse befinden. Auch von einem Polensagte man mir, dafs er auf der Gratize ergriffenund aufs fürchterlichste gemartert worden seyusoll. Eine strenge Nachforschung der Christenist bald nach Erlassung des Edicts veranstaltetworden. Die des Verbrechens, die ChristlicheReligion angenommen zu haben, Überwiesenenmüssen die.se Religion abschwören; tliun sie diesnicht, so werden sie hingerichtet. Nur zwei vor-nehme Mandarine, Verwandte des Kaisers, sind,da sie der Christlichen Religion nicht haben ent-sagen wollen, der Todesstrafe entgangen: siewurden aber nach der Eleutischen Tatarei ver-bannt. Der Abbe M a i n g u e t, ein französischerMissionar, welcher sich in Canton, als Agent derin China befmdlicheiiMissiouare, wahrend unser«