256
Schnüre, deren Gebrauch sehr mannichfaltig ist.Sie machen Fächer für sich und ihre Männer,und verschiedene bei ihnen gebräuchliche Zier-rathen; ihre Hauptarbeit besteht aber in derZubereitung eines Zeuges zu ihren Kleidungen,von welchem es zwei verschiedene Gattungengiebt. Die eine ist grob und von gräulicherFarbe, welche sie aus den Fasern eines Baumesverfertigen. Dieses Zeug wird zu Gürteln undTschiabus, und für die armem Frauenzimmerzur Kleidung gebraucht, die sie auch gelb fär-ben. Die zweite Gattung, von welcher dasvornehme Frauenzimmer Kleidung und Kopf-putz trägt, ist sehr fein und blendend weifs,und aus der Papiennaulbeerstaude verfertigt.Die feinem Zeuge sind beträchtlich kleiner alsdie grobem, und nicht so dicht und fest. Ichhabe wenigstens nicht ein einziges Stück gese-hen, welches nicht locker und fast durchlöchertgewesen wäre.
Schon einigemal hatte ich Gelegenheit zuerwähnen, dafs die Regierungsform hier nichtsweniger als monarchisch ist. Der König unter-scheidet sich, sowohl in seiner Kleidung, alsin seinen Zierrathen , gar nicht von dem Ge-ringsten seiner Unterthanen. Man lacht über
(oinn R«»foh 1 o , mul nolllo ci ns w#(;rn jimaud
zu schlagen , so würde auf der Stelle gleichesmit gleichem vergolten werden. In Kriegszei-ten wiid er vielleicht als Chef seiner Kriegerangesehen, und besitzt alsdann einige Autorität.