Vorrede.
Wiſſenſchaft, die auf Regeln ruhet. Darzuwird noch der niedere Officier bißweilen inſeinem Vorurtheile durch das Beyſpiel Hoͤ-herer geſtaͤrkt, denen daran gelegen iſt, dieUnwiſſenheit durch das Anſehen ihrer Wuͤr-de zu ſchuͤtzen. Bey Armeen, wo dieſe un-gluͤckliche Denkungsart eingeriſſen hat, willman alles mit der Fauſt und nichts mit demKopfe thun. Man verwirft das Leſen derKriegsbuͤcher als etwas unnuͤtzes oder wohlgar laͤcherliches. Es hat Leute gegeben, ſa-gen dieſe Herren, welche weder ſchreibennoch leſen konnten, und gleichwohl warenſie Generale und gewannen Schlachten;und daraus ſchlieſſen ſie zugleich, daß manden Krieg bloß aus der Erfahrung lernenmuͤſſe. Ich meyne immer, diejen ige, welchedieſe Sprache fuͤhren, wiſſen nicht was ſiereden. Sie verachten die Theorie ohne ſiejemals gekannt zu haben, bloß aus demGrunde, weil andere vor ihnen ſie auch nichtgewußt und auch verachtet haben. Sie wiſ-ſen nicht, daß Xenophon durch den Ruͤckzugmit zehen tauſend Griechen ein Meiſterſtuͤ-cke abgeleget, ohne vorhero gedienet zu ha-
ben, noch, daß Lucull Ach auf dem Wegevon