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wird sic schwächer wirken als an den ihm näher gelegenen Punkten gegen diePole zu, wo sie wachsen muss. An der Grösse diesser Zunahme kann man dieAbplattung erkennen. Die Zunahme der Schwere selbst erkennt man nun ausdem Fallraum den ein Körper an der Oberfläche der Erde in einer Sekundedurcheilt. Hiezu dient nun, da man directe Beobachtungen in diesem Falle nichtmachen kann, das Sckunden-Pcndel.
Je entfernter die Orte an denen es schwingt von dem Mittelpunkte derErde liegen, desto mehr muss es verkürzt w erden; je näher sie ihm liegen, destomehr muss es verlängert werden, um Sekunden zu schwingen. Man hat nunMittel gefunden die Länge des Pendels mit ungemeiner Genauigkeit zu bestimmen,hat die Länge desselben an vielen Orten der Erde wirklich gemessen und hatdaraus auf die Gestalt der P>de geschlossen. Die Abplattung beträgt hiernach y 288 .
Wie nun die Einwirkung der Schwerkraft der Erde auf die Körper von ihrerGestalt abhängt, und wie w ir eben gesehen haben sich zunächst auf ihrer Ober-llächc zeigt, so erstreckt sich diese Wirkung auch in grösseren Entfernungenauf die Himmelskörper und vorerst auf den Mond.
Diese Bemerkung hat noch einen dritten Weg gezeigt, um die abgeplatteteGestalt der Erde darzuthun und zu messen. Hätte nämlich die Erde eine voll-kommene Kugelgestalt, so würde ihre Anziehungskraft in allen Stellungen, welchesie gegen den Mond einnimmt, dieser Gestalt entsprechen und gleichförmig seyn.Daraus aber, dass die Erde abgeplattet und um den Acquator eine grössereMasse als an den Polen angchäufl ist, müssen sich nothw endig Aendcrungen inder Anziehung und deswegen Amonalien in der davon abhängenden Be-wegung des Mondes ergeben. Vergleicht man nun die, aus einer gleichförmigenMassenanziehung berechneten Bewegungen des Mondes mit den wirklich beob-achteten, so findet man Unterschiede, die sich nur durch die abgeplattete Gestalterklären. Man kann daher aus diesen Unterschieden auf die Grösse der Ab-weichung von der vollkommenen Kugelgestalt oder auf die Abplattung schliesscn.
Laplace verfolgte diesen Weg und fand hieraus die Grösse der Ab-plattung y 305 .
Hiernach schwankt die Grösse der Abplattung des Erdsphäroids zwischenden Werthen % 8S , % 08 und y 303 ,
die aus den Pendelbeobachtungen, Gradmessungen und der Wirkung der Attrac-tionskraft entnommen sind.