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Die Vorstellungen der alten Griechen und Römer über die Erde als Himmelskörper / von Ludw. Oettinger
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Art Erde ). Die mittlere Dichtigkeit der Erde ist 4,5, die des Wassers zu Igesetzt. Hiernach ist das Gewicht der Erde ungefähr 90000 Trillionen Centncr.Von der Oberfläche der Erde nimmt das Wasser ungefähr 72 / lü0 und das festeLand 28 / 100 ein.

§• 4 .

Die Störungen, welche nun aus der gegenseitigen Einwirkung der Himmels-körper aufeinander hervorgehen und sich in der Bewegung zeigen, sind schonoben angedeutet worden. Die Störungen aber, welche aus der abgeplattetenGestalt der Himmelskörper fliessen, lassen sich dadurch verdeutlichen, dass mandieselben in zwei Körper zerlegt, wovon der eine eine vollkommene Kugelgestalthat, deren Durchmesser die Polaraxe ist, und der andere eine Schalcnform mitvergrössertem Aequatordurclnnesser, die übrig bleibt , wenn man die eben ge-nannte Kugel herausgenommen denkt. Diese Schalenform lässt sich hinsichtlichihrer anziehenden Masse als um den Aequator gelagert denken, und wird dahereine Aendcrung in der Anziehung oder Einwirkung auf andere Himmelskörper,wie schon im vorigen bemerkt wurde und in dem Angezogenw erden, und dadurchin den Erscheinungen herbeigeführl. Hierauf beruht das Verrücken der Tag- undNachtgleichen und der Nidation.

Die Bahnen der Himmelskörper liegen bekanntlich nicht in einer und der-selben Ebene, sondern sind unter bestimmten Winkeln gegeneinander geneigt.Denkt man sich nun durch dieselben Ebenen gelegt und hinlänglich verlängert,so durchsclmeiden sic sich und es entstehen sofort vier Punkte in zwei sich sodurchschneidenden Bahnen, die in einer geraden Linien liegen und die man dieKnoten der Bahnen faufsteigender und niedersteigender Knoten) nennt. Hiebeidenkt man sich die eine Bahn gewöhnlich als Grundebene durch den Central-körper gelegt, in welche die andere cinsohneidet und die Bahnen selbst andie Sphäre zurückversetzt, so dass sich die Bahnen auf derselben schneiden.Wenn nun ein Himmelskörper sich in seiner Bahn über die Grundebene erhebt,und eine Kraft auf ihn wirkt, die ihn gegen die Grundebene herab zu treibensucht, so wird er nicht zu der Höhe sich erheben, wozu er sich ohne diesestörende Kraft erhoben haben würde. Die Folge wird scyn, dass er früher aufdie Grundebene einschneidet und dass die Neigung der Bahn sich mehrt. DieKnoten der Bahn werden zurückgehen. Wirkt eine solche Kraft bei dem Nieder-