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Die Vorstellungen der alten Griechen und Römer über die Erde als Himmelskörper / von Ludw. Oettinger
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Hiebei spielte nach Agathe moros Zeugnisse 12 ) die Ansicht, dass das Fest-land von Hellas den Mittelpunkt der flachen Erdscheibc bilde und dass Delphi,welches die Stelle des Nabels einnchme, in der Mitte von Griechenland liege eineHauptrolle; eine Ansicht, der man fast bei allen Völkern begegnet, da jedesin der ersten Entwicklungsstufe befindliche Volk den von ihm bewohnten Tlieilder Erdoberfläche in den Mittelpunkt der bekannten Erde zu setzen pflegt.

Den Himmel dachte man sich fest und ehern (Wocnd? nolvxui.xog Od. 3, 2)und so stark, dass die Götter durch keine Macht und bei aller Anstrengungihn nicht zu erschüttern vermöchten I3 ), und dass es dagegen dem Zeus einLeichtes wäre, die Erde sainmt dem Meere mit einer an der Spitze des Olympsbefestigten Kette in die Höhe zu ziehen. Er ruhte auf der Erde, getragen vonden Säulen des Atlas 14 ). In das Innere der Erde setzte man den Hades undunterhalb der Erde den Tataros und letztem so tief unterhalb des Hades, alsder Himmel über der Erde sich befindet Iä ). Erst als sich später die Vorstellungüber die Kugelgestalt der Erde gellend gemacht hatte, musste auch eine Um-bildung in diesen Ansichten erfolgen.

Diese Meinungen bleiben im Wesentlichen dieselben zu Hesiods Zeiten

12) Geogr. Lib. I., I 'Ol [tev ovv nulaiol xr.v oixovuev^v eyttcerfov aiQoyyvhj, [teure ■ditjyeigd-ui xi)v 'Eii.üda , xut xuvxtjg Aeltfovg, xov uuffuldv ydu iytiv xijg yrg.

13) Od. 1, 52. 'yJxluvxog O-vyüxr^ di.ootfQOvog, öaxe ttuidoorglluotjg ßevd-ea otdev, tyu de xe xiovag aCxdg

Maxrtag, ul yutuv xe xui atwvov u[t(fig i'/ovcu

14) II. 8, 18. Kid’ aye, netn/oua!h Oeoi, ira ttdeie nun eg,

yjwaeirv ef aQuvofrev xQXftuauvxeg'llcevxeg d’ eigumsod-e O-toi, nüaui xe O-eutruL'

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15) II. 8, 13. "H [uv elwv (tiipw eg Tcepiaftov rjeyoeviu,

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