rechtigten wenigstens zu der Erwartung, da-Wiener»Kabiner werde die kräftigsten Bemühungen anwenden,dem Hause Baiern eine angemessene Entschädigung fürden Verlust seiner Lande auf dem linken Rheinufer zu,bewirken.
Aber der Friede ward den 17. Oktober 1797 abge-schlossen. Der fünfte Artikel desselben vernichtete jedeHoffnung. „Die fränkische Republik," so -lautete derArtikel, „wird sich dahin verwenden, daß Se. Majestät»der Kaiser in Deutschland , dgs Erzbisthum Salzburg»und den zwischen diesem Erzbisthum und den Flüssen»Jnn und Salz« und dem Tirol gelegenen Theil deS„baierischen Kreises, mit Einschluß der Stadt Wasser--„burg auf dem linken User des Jnn, mit , dem Um-kreise eines Striche- von 30,000 Geviertschuhen erhalte."
Also, ungerechnet den Verlust seiner bedeutendenBesitzungen auf dem linken Rheinufer, sollte nun Baiern noch eine Provinz von fünf Städten , sieben Markten,sechs Klbstern, 76 Hofmarken oder adelichen Gütern,über 1500 Dörfer, Weiler, Einbdhbfe, einen Flächen«räum von mehr denn sechzig Geviertmeilen, eine Bevbl«kerung von 82,847 Seelen, nebst den Eisenwerken zuAschau und Bergen, und den Salzwerken von Reichen»hall und Traunstein , die jährlich bey 500,000 st. Ertraglieferten, und in Folge von dem Allen, auch jede mili»tärische Gränze gegen Süden einbüßen. So war dennBaiern auch für die Zukunft damit seiner natürlichenEchutzwehr gegen allfällige Unternehmungen des großenNachbarstaates beraubt. Denn nicht sowohl der Jnn, alsvielmehr die Salzach bis zu ihrem Ursprung in derBauernkette sollten Baierns Gränze bilden, deren Siche»»ung gegen Mittag «in kleiner Strich des an Tirol