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Wittge» steiii gen Düuaburg (iz. Juli). Mit großerTapferkeit vertheidigte jedoch die russische Besatzungvon Dünabnrg unter General Ulanow und Wittgen-steins Nachhut die Umgegend jener Stadt. Mehrereblutige Vorposiengefechre (15. und 14. Juli) entschiedenjedoch nichts. Darum ging Marschall Oudinot auf demlinken Dnnaufer gegen Druia (14. Juli). Schon hatteSebastian i's Reiterei diese Stadt erreicht. Wittge li-ste i» aber entsandte eine starke Reiterabthcilung unter demGeneral Knlliierv, welcher nngestümm Sebastianiangriff, »iid ihn »ach bedeutendem Verlust zum eiligenRückzug bis Slobodka, auf der Braslawer Straße zwang.Nun blieb der K'ouig von Neapel mit seinem Heerhau-fen eiusweilen in der Stellung zwischen Opsa , Braslawund der Düna , und begnügte sich die russische Haupt-macht bei Drissa zu beobachten, bis Napoleon mitseinen Garden von Wilna herankam.
Der französische Kaiser zweifelte gar nicht, dieRussen würden in der Stellung von Drissa eine ent-scheidende Hauptschlacht annehmen. Er irrte. DennAlerand er, sobald er erfahren hatte, Vagrationhabe sich gegen den Dnicper zurückgewendet, ließ sogleichdas Lager bei Drissa aufheben (18. Juli) und sei» Heernach Polozk zieben, um nicht von WitepSk und vielleichtfür immer von Bagrarion abgeschnitten zu werden.*)
*) Die Oesterreicher beschäftigten baß russische Heer in Volhy-nien; das 5te, 7 te und Lte französische Armeekorps folgtedem Fürsten Bagrarion auf dem Fuße nach, währendMarschall Davon st mit bedeutender Macht sich längs dervon Wilna »ach Smolensk und Mohilow führenden Straßedergestalt ausdehnte, daß sich Bagratio » weder der Düna »och dem Puncte Witepsk nähern konnte.