Band 
Dritter Band.
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Reitercorps Ornan o's, bei ihm die bayerische Reitereiunter General Preysing, und dem 4ten Herrtheil ei-nige Werste von Moskau entfernt, nachdem Ornano'sReiter noch einen harten Kampf mit Winzingeroda'sKosaken bestanden, schwimmend durch die Moskwa ge-setzt, und das jenseits gelegene Dorf Koscelschewo weg-genommen hatten. Erst 15. September ruckten auch dieHeerhaufen des Prinzen Eugen durch Moskau , um sichauf der Twerer Straße, nahe dem kaiserlichen SchloßPetrowskoe zu lagern. Die leichte bayerische Reitereibildete noch immer den Vortrab.

Dicke Rauchwolken bedeckten bald die uralte Stadt,dem Untergänge geweiht durch Rußland's eigene Hand.Kaum war der Kremlin von Franzosen besetzt, schrittendie Beauftragten zur Vollziehung der ungeheuren That.Zuerst sah man das Findelhaus, die Bank, den Bazarin Flammen, welche bereits um 5 Uhr Abends über dieGebäude zusammenschlugen. Noch glaubten die Franzo-sen , das Feuer beschränke sich auf einige Magazine, seyKriegsmaßregel des russischen NachtrabS, und kdnnemit Hülfe strenger Mannszucht und Thätigkeit schnellgelöscht werden. Noch war es ihnen nicht auffallend,daß mehr als z bis 4malhunderttausend Einwohner Habund Gut verlassen und in der Hauptstadt nur höchstensSO tausend Leute, theils Greife und Hülfslose, theilsder Abschaum des. menschlichen Geschlechts zurückgelassenhatten. Dieß schien nur Wirkung deö ersten Schreckenszu seyn. Man fand unermeßliche Waarenlager, Lebens-rnittel-Vorrathe und Kriegs-Bedürfnisse aller Art hiergeblieben. Diese Vorrathe, mit weiser Massigung be-nutzt, reichten hin, dem französischen Heere die Verlor-nen Kräfte wieder zu geben, und es wahrend des bevor-

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