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Dritter Band.
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Bataillon Amour, so wie der kleine Hanfe bayerischerReiterei als Nachtrab anschloß. Alle im Rücken desHeertheils über die Kamenka und die Serwetsch führen,den Brücken wurden abgebrochen. Am 2. DecembersMittags lagerten sich die Heerhaufen auf den Höhen vonWileika, ohne Vortheil auö der Lage des OrtS ziehenzu können. Denn schon war die schützende Wilia hier-an manchen Stellen so zugefroren, daß Mann und Roßohne Gefahr darüber gehen konnten. Dem ungeachtetwurde eine Brücke geschlagen, welche der großen franzd,fischen Armee als Uebergangspnnct dienen sollte. Nachallen Seiten gingen Entsendungen, welche aber statt denFeind, eine Menge »«bewaffneter, von Hunger, Frostund Krankheit entstellter Soldaten erblickt hatten. Dochhielten sie diese Unglücklichen nur für Flüchtlinge einesHeeres, welches in größter Ordnung unter dem erstenFeldherrn jener Zeit, die vor der herangerückten verderb-lichen Jahreszeit schützenden Winterquartiere beziehenund vertheidigen werde. General Wrede gab immerzahlreicher ankommenden vereinzelten Soldaten, wie denKranken seines eigenen Armeecorps, die Richtung überNarotz nach Wilna. *)

Eben hatte der bayerische Feldherr einen bedeutenden Transport Mehl, Branntwein, nach Molodeschno,dem Hauptheere Napoleons entgegengesandt, mitwelchem er, folgenreich für den Gang der Operationen,

*) Die fürchterliche Krankheit, das Nervenfieber begann miterneuerter Wuth in den Reihen des 6 ten Heertheils, beson-ders in der Reiterei. Schon hatte der General GrasWrede wieder l60 Pferde, welche ohne Reiter, anderHand geführt werden mußten.