Band 
Dritter Band.
Seite
331
JPEG-Download
 

231

Stellung bei Gnesen, so lange, als möglich, die Vcr«bindimg linkö mit Thorn, rechter Hand mit Modlin zuunterhalten, und den Streifzügen der Russen, vorzüg-lich Woronzof's Einhalt zu thun, verschon bis Fordonan der Weichsel vorgerückt war. Vermöge dieser Maß-regeln hoffte Prinz Eugen das rechte Wcichselufer nochzu behaupten, mit den bedrohten Festungen Verbindungunterhalten und den Bewohnern Groß-Polens Zeit ver-schaffen zu können, neue Strcitkrafte zu entwickeln.Eben so glaubte er in seiner Stellung, deren linker Flü-gel ein zwischen Stettin und Knstrin bis an die Netze sichausdehnendes preußisches Corps sichern sollte, die großenVerstärkungen erwarten zu können, welche Napoleon aus Frankreich abzusenden begann.

Als aber Wrede in Gnesen angekommen, stattder ihm zugesicherten 2ten bayerischen Jnfanteriebrigade,welche er auf dem Rückmärsche von Thorn nach Gnesenwähnte, nur den Marschall Davoust mit den Trüm-mern des lstcn und Lten Armeecorps erblickte, ihn, dergegen die Absicht des Prinzen Eugen, den GeneralZoller und dessen Bayern in Thorn zurückgelassen hatte,überzeugte er sich, daß er mit so schwachen Truppen,von denen übcrdieß täglich 40 bis 50 erkrankten, nichtsmehr leisten könne. Er mußte vor Allem der ausgedehn-ten Aufstellung zwischen Wilatowo und Gnesen, berech-net auf daS Wiedereintreffen von 2000 Mann aus Thorn,entsagen. Er gab (am 26. Jänners), seinem Kricgs-volk eine neue Aufstellung zwischen Tzremessno und Gne-sen. Ersterer Punct wurde von leichten Jnfantcrieba-taillonS besetzt, welche auf diese Art Vorposten bildeten.Ncitcrabtheilungen, unterstützt durch Fußvolk, machtentäglich mehrere Recognoscirungen vorwärts gegen Brom -