General Bülow hatte den preußischc» freiwilligenJägern die Bildung einer ersten Vertheidignngs-Liniebefohlen, und denselben zur Unterstützung 5 BataillonsFuß-Volk von der Brigade des Prinzen von Hessen,rechts der Stadt und des Perste Flüßchens aufgestellt.Pacthod umklammerte nun mit seiner Division diesepreußischen Bataillone, griff sie mit Heftigkeit an, undbreitete sich in Wiesen und Garten vor der Stadt aus.Eins seiner Bataillone, unterstützt durch heftiges Geschütz-Feuer, drang sogar in die Kalauer Vorstadt, eine andereAbtheilung bis an das Kleine - und bis an das Kalauer-Thor vor. Die preußischen Jäger aber hatten sich inden links der Stadt gelegenen Gärten behauptet und dieAngreifenden selbst ein kurze Strecke zurück gedrängt.Nun stürmten die unmittelbaren Vertheidiger Luckau's mitgrößter Tapferkeit und mit gefälltem Bajonett hervor,die Verlornen Puncte ihrer Stellung wieder zu erobern.Die von ihnen wiederbesetztcn Thore wurden sogleich ver-rammelt und alle Anstrengungen der Franzosen , Meisterder Sadt, dieses Schlüßels zur Stellung des GeneralsBülow zu werden, scheiterten an der Tapferkeit derPreußen, denen es nicht an frischer Verstärkung fehlte.Bald ward auch die Kalauer Vorstadt von den preußi-schen Jagern'undFreywilligen wiedergenommen, aber wie-der verlassen, als die Franzosen sie in Brand gesteckt,daher ein Zusammentreffen der Kampfenden hier aufge-hoben hatten. Marschall Oudinot hielt Luckau für zu»»bedeutsam, als daß er dessen Eroberung mit zu gro-ßem Verlust zahlen wollte. Anstatt irgend eine Abthei-lung der Divisionen Laurencez und Raglowich demGeneral Pacthod zu Hülfe zu senden, der sich beinaheganz in einzelne Angriffs-Colonnen aufgeldßt hatte, be-
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