85
hielt er sie zurück, wo sie standen. Auch beschloß er dasbisherige Gefecht bis zu einbrechender Nacht fortzusetzen,um ohne Opfer wahrend dessen seinen Heertheil Divi-sionsweise zurückziehen, und von neuem einen Flanken-inarsch fortsetzen zu können, welcher seiner früheren Be-stimmung gemäß war.
So gingen die Bayern unter Raglowich zuerstvom Kampfplätze, auf der Straße nach Sonnenwalde ;ihnen folgte die Division Laurencez; der letzteren end-lich die Division Pacthod, welche mit einbrechenderNacht das bisher muthvoll fortgesetzte Gefecht kurz ab-brach und geschützt durch die ganze Reiterei des I2tenHeertheils, in größter Ordnung den Nachtrab bildete.General Vülow hatte aber schon langst bemerkt, daßsich sein Feind znm Abzng anschicke, und daher dem Ge-neral Oppen den Befehl gegeben, mit Reiterei undleichten Geschütz die rückgängige Bewegung zu erschwe-ren. Oppen mußte, weil die Kalauer Vorstadt in hel-len Flammen stand, über Wiersdorf und Cahnsdorf ei-len, und zwischen letzterem Dorfe und Freßdorf war es,wo er zwei Geschwader bayerischer Chevanrlegers unterdem Oberstlieutenant Weisse, und 4 Geschwader Hes-sen-Darmstadtischer Reiterei unter dem Obersten BaronM ü n chhause n erblickte. Die preußische Reitereistürzte sich, ihre Geschwader in dichten Colonnen geschlossen,auf ihre Feinde, schlug letztere aus dem Felde, und ver-folgte die Fliehenden durch die Zwischenräume der Vierecke,welche die im Rückzug begriffene Division Laurencezzum Schutze gegen den unerwarteten M,griff gebildethatte. Die Vierecke waren noch dazu außer Stand zufeuern, weil sie ihre eignen Leute getödtet haben wür-den. Schon hatte die preußische Reiterei zwei Kanonen