Band 
Vierter Band.
Seite
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und mehrere Munitionswägen erobert, und sie bereitetesich, ihren Sieg zu benutzen und die noch bei Luck'aukämpfenden Abtheilungen der Division Pacthod im Ru-cken anzugreifen. Aber unvorhergesehen brach der baye-rische Oberste Graf Seyssel mit zwei GeschwadernChevaurlegers unter den Rittmeistern Hetzend orf undDonnersberg aus einer Vertiefung hervor, stürztesich auf die preußische Reiterei, entrieß ihr die erobertenzwei Kanonen und Munitionswagen, und zwang die Ue-berraschten zum Rückzug. Mehrere derselben nebst ihrenPferden wurden gefangen. Dadurch ward das Gleichge-wicht zwischen den Kampfenden wiederhergestellt undgroße Gefahr von der Division Pacthod abgewandt,welche erst, als die Nacht eingebrochen war, ihren Rück-zug begann. *)

*) Der eben gegebene Bericht über das Gefecht bei Luckau istder verschiedenen Angaben französischer und bayerischer An-führer getreu geblieben. Der Umstand, daß die bayerischeReiterei unter dem Obersten Grafen Seyssel ihrem Geg-ner die bereits den Franzosen entrissenen zwei Kanone» undMunitionswagen wieder abgenommen und der französischenArtillerie zurückgegeben hatte, wird durch ein eigenhändigausgestelltes Zeugniß des Marschalls Herzog von Reggio und durch Augenzeugen vollkommen bestätiget und außer Zwei-fel gesetzt, und zugleich darin» die Tapferkeit des OberstenSeyssel, der Rittmeister v. Hetz end orf und BaronDonnersberg, des Oberlieutenants Daierlein unddes Lieutenants Schlegel anerkannt. Die Division Rag-lowich hatte mit Ausnahme der Reiterei, keinen Verlusterlitten, da sie blos als Rückhalt aufgestellt, an dem Ge-fechte keinen unmittelbaren Antheil genommen hatte. Diebayerischen Chevaurlegers hatten 55 Mann und 55 Pferdeverloren, aber mehrere Gefangene und Beutepferde gemacht.