Schüler zog dann zum Hauptheere ab, wie schon obenerzählt wurde.
Die französische Besatzung der Festung Küstrin wardbis zum Waffenstillstand nur durch eine schwache russischeHeeresabtheilung unter General Kapze witsch nicht so-wohl berannt, als beobachtet. Die Russen beschränktenwenigstens ihres Feindes landverheerende Streifzüge.
Der preußische General Graf Tauenzien hattemit 13 Bataillons und 8 Geschwadern Anfang AprilsStettin eingeschlossen. Diese Festung ward durch 8,000Mann unter dem General Grande au vertheidigt. Auchhier wechselten Besatzung und Belagerer bis zum 18. Maidie Rollen der Angreifende» und Vertheidiger ohne Ent-scheidung. Zuletzt verwandelte sich die Einschließung inbloße Beobachtung, denn der König von Preußenhatte den größten Theil des Einschließungsheeres zumSchutz der Marken gerufen. Bald darauf endete derWaffenstillstand auch hier die Feindseligkeiten.
3.
K r i e gs r üstu n g e n wäh r e n d d e s W a ffe n stillst an-des. Rüstung en in Bayern . Aufstellungeines neuen Heeres unter Wrede im La-ger bei München . Aufkündigung des Waf-fenstillstandes. Gefechte an der Katz-bach, an dem Bobr, beiGoldberg (23.Au-gust). Schlacht an der Katzbach (26. August).Zweitägige Schlacht bei Dresden (26. und27. August). Gefechte bei Kulm (29. und30. August).
Die Ruhe der Waffen schien sicherer Vorbote desFriedens zu seyn. Napoleon , ward allgemein vermu-thet.