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Vierter Band.
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band. An jenem denkwürdigen Tage wurde zwischen denbeiderseitigen Bevollmächtigten, dem bayerischen General Grafen Wrede und dem österreichischen FeldzeugmeisterFürsten Reust, zu Ried eine Praliminar - Conventionabgeschlossen, welche, widriger Zufälle wegen, erst am15. October ratificirt aus dem Hanptgelager der verbün-deten Monarchen zurück kam. (S. Beilage 7). Als ersteFolge dessen, wurden die beiden bisher einander feindlichgegenübergestandenen Heere, unter dem Oberbefehl desbayerischen Feldherrn Wrede, in ein Ganzes vereiniget,und gegen den gemeinsamen Feind geführt. Noch warNapoleons Macht damals ungebrochen ; die Haupt-kraft seines Heeres noch nicht vernichtet; er immer nochMeister des Elb-Stroms, die Menge seiner Hülfsqnellennoch unversiegt, der Ausgang deS begonnenen blutigenKriegs noch immer zweifelhaft. Bayerns Veitritt zumgroßen Bunde mußte in diesem Augenblick entscheidend wer-den, und den französischen Kaiser für seinen Rücken undfür seine Verbindungen mit Frankreich mit Besorgniß er-füllen. Ein frisches So bis 60,000 Mann starkes Heer,trat in die Reihe seiner Gegner.

Als der König von Bayern seinem Volke die Ver-einigung mit den für Deutschlands Unabhängigkeit verbün-deten Monarchen verkündete (S. Beilage g) erfüllte all-gemeiner Jubel das Land. Nun schien keine Anstrengungmehr zu groß oder zu schwer, das Begonnene zu vollen-den. Auch anerkannte Volk und Heer das aufrichtige Ver-trauen des österreichischen Kaisers in bayerische Rechtlich-keit, der einem bayerischen Feldherrn den Oberbefehl übereines der eigenen Heere übertragen.

Noch im Laufe des Oktobers forderte Bayerns Kö-nig das Volk auf, (S. Beylage y), die höchste Kraft zur