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Behauptung und Erkampfung der Unabhängigkeit zu ent-wickeln. Ganz Bayern ward darauf Waffenplatz. Nichtallein wurden die Bataillone und Geschwader des stehen-den Heeres vollzählig*), sondern auch das neu errichteteUhlanenregiment **) zählte bereits zwei vollständige Ge-schwader; eine Pontonnier - Compagnie war vollkommenbewaffnet dem stehenden Heere zugetheilt; ein großer Ve-lagerungs-Park aufgestellt; die Geschwader der verschie-denen Chevaurlegersregimcnter waren wieder ganz kriegs-sähig gemacht; man sah allenthalben die mobilen Legio-nen mit den übrigen Linientruppen zum ernsten Kampfverschmolzen.
Im Innern des Reiches, während das Heer zumKampf auszog, sammelte sich des Volkes Kraft um dasPanner seines Kronprinzen. Alle Bewohner der Städte,Märkte und des platten Landes bis zum Lösten Jahrsreiheten sich in die Nationalgarden Zter Classe ein, derenHauptbestimmung fortwährend nur Vertheidigung des ei-genen Heerdes blieb. Zur Ergänzung der Nativnalgar-den 2ter Classe aber, welche schon mit den^ stehendenHeer ins Feld gezogen waren, wurden zahlreiche Reser-ven in Compagnien und Bataillons aufgestellt, die dengrößten Theil der nicht zur Nationalgarde Ster Classegehörigen Bayern in sich begriffen. Außerdem erbotensich viele der ausgezeichnetesten Jünglinge aller Stände,als Freiwillige, eigene Schaaren Fußvolk und Reiterei zubilden, und erforderlichen Falls sich dem im Felde ste-
*) S. Armeebefehl vom 18. Oktober 181Z, nach welchem derStand eines jeden Bataillons, jedoch ohne Mittel- und Un-terstab, auf 1024 Köpfe bestimmt war.
**) S. Armeebefehl vom 19. August i8tä.