213
Victor hatte eine Stellung bei Freiberg und mußte dasArineecorps Lauriston an sich ziehen, um gemeinschaft-lich unter dem Oberbefehl des Königs von Neapel die Bewegungen des feindlichen HanptheereS zu bewa-chen. Napoleon rückte während dessen bis Enlenburgvor (y. Oktober), und hatte auf diesem Punct an 125,000Mann vereiniget, als er noch die Heertheile V ertrand,Marmont und Regnier an sich gezogen hatte.
Unerwartet kam dieß dein General Blücher, derbei-Düben blos die Heertheile Längeren undbesaß, wahrend Sacke ns Corps den Punct Mockrehna ,auf der Straße von Enlenburg nach Torgau , besetzt hielt.Der preußische Feldherr entzog sich mit Umsicht der ihmdrohenden Gefahr, von dem übermächtigen Gegner er-drückt zu werden; ging (am 1y. Octobcr) über die Muldezurück, schleunigst dem Heere des Kronprinzen vonSchweden zu. Aehnlichen Befehl zum Rückzug hatte,aber etwas verspätet, auch General Sacken empfangen.Als dieser aber Düben schon von Feinden besetzt fand,umging er die Stadt, lagerte Nachts bei Skäna, undzog folgenden Tags (10. October) bei Ragun über dieMulde, und in der Umgegend von Z'orbig zu Blücher und dem Kronprinzen von Schweden . Die letz-ter» entschlossen sich, durch einen kühnen Marsch, einerSchlacht auszuweichen, welche durchaus unglücklichen Er-folg versprach, sondern lieber die Verbindungslinien Na-poleons zu durchschneiden, und ihre Vereinigung mitdem Hauptheere unter Schwarz enberg zu vollziehen.Darum führten sie ihre Heere (in der Nacht vom 10.zum 11. October) an die Ufer der Saale , und zwar,Blücher das (einige nach Halle, der Kronprinz vonSchweden das seinige nach Rvthenburg. Nur Tauen-