(vom 27. Oktober) (S. die Beilagen), welches dessen eig-ner Adjutant, Rittmeister Graf Klamm überbrachte,bestimmt angab, die französische Hauptmacht ziehe sichgegen Wetzlar zurück*). Denn wer konnte von Napo-leons Bewegungen besser unterrichtet seyn, als derOberbefehlshaber der Hauptmacht von den Verbündeten,welcher im Mittelpunct aller Meldungen stand, die vonden verfolgenden Avantgarden, von den Kundschaftern,umherstreifenden Kosakenschwarmen und Aussage» der Ge-fangenen einliefen?
In dieser Voraussetzung ordnete Wrede die Aufstel-lung seines Armeecorps. Unter einer andern Vorausse-tzung hatte er weder früher die Nothwendigkeiten oderVortheile der Besetzungen Würzburgs und Frankfurts be-achten, sondern nur seine volle Kraft beisammenhaltenkönnen; noch würde er itzt mit 30,000 Mann, worunterder Großtheil der Bayern aus Neueingereiheten bestand,eine solche Stellung genommen haben, um ein Heer von70 bis 80,000 Mann geübter, reich mit Geschütz verse-hener Truppen aufzuhalten, die für Rückkehr in ihr Va-terland mit aller Wuth der Verzweiflung streiten mußten.
*) Ein späteres, und freilich zu spätes Schreiben dcS FürstenSchwarzenberg aus Dörnbach (vom zo. Octvber) sagtezwar endlich, Napoleon führe sein Hauptheer über Fulda dem Rheine zu; doch rechne man darauf, Graf Wredewerde die Franzosen mit allem Nachdruck angreifen, wo ersie finde, um so mehr, weil er von dem Heere des Feld-marschall Blücher und dem bedeutenden Heertheil unterGeneral Graf Bub na, die sämmtlich den Fliehenden aufdem Fuße folgten, kräftigst unterstützt werden würde.(S. die nachfolgenden Beilagen.)