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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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so baß den Artillerie-Offiziere» nur alle!» die Ein-richtung, Bedienung der Geschütze rc. als eine chneneigenthümliche und zunftmäßig betreibende Kunstüberlassen ward.

i6.

Ueber die Abschaffung der Piken.

Der Gang, welchen die Abschaffung der Pike zujener Zeit genommen, war das Resultat der Ueber-zeugung von der großem Uebcrleginheit der Feuer-waffe, sowohl zum Widerstände gegen Kavallerie,als auch gegen eine nur mit Piken bewehrte In-fanterie. Eben deshalb haben auch Santa Cruz,Montecuculi, Folard und spater der Marschall von Sachsen die Pike vergebens als eine zweckmä-ßigere Waffe anzurühmen versucht. Die Betrachtungder geringen Widerstandsfähigkeit der dünnen In-fanterie-Linie und der unerheblichen Wirksamkeit derdamals noch sehr unvollkommen gehandhabten Feu,crwaffe hat- sie unstreitig zu jener Vorliebe für diePike veranlaßt.

Die immer zunehmende Perfektion im Gebrauchdeö Schießgewehrs, welche ihr Zenith durch das Ti-raillcur-System erreicht zu haben scheint, und jederPiken-Jnfanterie den Untergang bereiten würde, sowie endlich die Anwendung der vollen Quarrees ge-gen Kavallerie hätte sie ohne Zweifel davon abge-bracht, und alle ihre und des geistvollen Verfassersder Betrachtungen über die Kriegskunst gemachteEinwendungen gegen die Feuer-Taktik gehoben.Diese macht nun einmal die Basis der heutige,?