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hörigen Richtung lagen, oder sie mußten sie mit demEspontons richten.
Das Avanzwen sollte mit geschultertem Gewehrbis auf 50 bis 80 Schritt vorn Feinde geschoben,(ein frömmer Wunsch), und dann vor dem Ein-brechen erst noch eine General-Salve erfolgen. In-dessen lag jenem Wunsche, als Nachklang des »ochnicht so lange verdrängten Kampfes in der Nähe,das löbliche Prinzip des DraufgehenS zum Grunde,welches Fürst Leopold von Dessau sorgfältig zunähren und in Ansetzn zu erhalten strebte, und dasmit immer größerer Perfekzion im Schnellfeuer dieBasis der Preußischen Infanterie-Taktik ausmachte.Wenn man den Feind hinter einem verschanztenPosten, Hecken, Mauern, Zaun u. d. m. angreifenWollte, so geschah es nach folgender Disposition:
Es wurde an der Spitze ein Offizier mit einigenGrenadieren gestellt, diese rückten so nahe als mög-lich an die Verschanzung, warfen Granaten, undwurden von i Offizier und 40 Füsiliere unterstützt.Sie postirten sich rechts und links des ersten Trupps,und auf diese folgte l Kapitain mit roo Mann,welche Aexte mit sich führten, um die im Wege ste-henden Hecken und Zaune umzuhauen, und dadurchden nachfolgenden Truppen den Durchmarsch inmöglichst großer Front zu öffnen. AllcS sollte sohurtig als möglich geschehen.
Die gebräuchlichen Feuerarten waren mit Pelo-tons, (Zügen) ganzen und halben Divisionen, (Kom-pagnien) mit einzelnen Gliedern, und endlich düösogenannte Heckenfcuer mit vorgezogenen Rotten hin-ter Hecken, Mauern u. s. w. Es stammte aus denKriegen in Italien und den Niederlanden her, w»