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bekanntlich das Terrain sehr durchschnitten ist. Wienahe lag hier der Uebergang zum Tirailleur-Systcmbei etwas mehreren Vchülflichkeit in der noch neuenFeuer-Taktik. In den damals schon im Gebrauchgewesenen Quarrces feuerte man mit Gliedern. DieGrenadiere standen in den Winkeln des Quarrces,rückten, wenn sich der Feind zurückzog, mit kleinenPelotons aus, und warfen Granaten.
Für die Abstände zum Feuern hatte man ausdem frühern Nahgefccht auch noch einen kleinernMaaßstab als gegenwärtig zum Erbthcil behalten.Es fing nämlich erst auf 200 Schritt an, wenn manangegriffen ward. Wie wenig lebhaft das Feuerselbst im Verhältniß gegen jetzt war, geht daraushervor, daß der Soldat nur 24 bis 36 Patronen inBunde zu 6 Stück erhielt, und man glaubte, daßes viel sey, wenn er solche verfeuerte. Indessenwurden doch einer jeden Kompagnie eine gewisse An-zahl Patrone» für nöthige Fälle nachgefahren, undaußerdem von jeder Kompagnie eine Tonne lojesPulver und zwei Zentner Kugeln mitgeführt, welchevon einigen Kommandirten den Truppen zum Ge-fecht nachgetragen wurden.
Wenn sich die Bataillone des ersten Treffens ver-feuert hatten, wurden sie durch andere des zweitenTreffens in folgender Art abgclößt. Die dazu be-stimmten Bataillone marschirten auf 8 bis 10 Schrittebis hinter das vordere Bataillon; alsdann machtendie des ersten Treffens rechts und links um, zogen
') Nach der Disposition, welche Kurfürst Fri edr! ch III »um
Stürm des gedeckten Weges von Bonn gab, mußte ein je,
der Musketier 04 Patronen bei sich haben.