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Chronologische Uebersicht der Geschichte des preussischen Heers dessen Stärke, Verfassung und Kriege seit den letzten Kurfürsten von Brandenburg bis auf die jetzigen Zeiten / mit vielen erläuternden Zusätzen von F. v. Ciriacy
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fereffizier und 14 Artilleristen zur Bedienung,Sowohl um diese zu erleichtern, als auch überhauptzur bessern Leitung der Geschütze und deren zweck-mäßigen Anwendung zum Gefecht, wurden solche zudieser Zeit zuerst in Abtheilungen, Brigaden oderWattcucn getheilt, und für jede derselben iy Geschützehestmiiiit, Friedrich II. vertheilte diese Batterienzuerst im Jahr 17^9 in der Nahe des Feindes un-ter die Infanterie, dergestalt, daß sie zwischen denBrigaden derselben lagerten und marschieren. Wennaber voin Feinde nichts zu besorgen war, ließ man auchdie Artillerie in einer besondern Kolonne marschiren.

Auch über das Schießpulver und dessen Entzün-dungsrheorie wurden in diesem Zeitraum die Begriffeungemein erweitert. Viele und große Chemiker tru-gen hierzu bei, und dem gemäß ward die Fabrikationdes Pulvers immer mehr verbessert. Die Pulver-mühle zu Berlin bat beständig viele Vorzüge vorandern gehabt. Man hat i8,Z Pulver vorgefunden,das 1741 in Berlin verfertigt worden war, undpoch seine ganze Güte und Kraft hatte.

Bei dem erweiterten Umfange der Geschütz-Wis-senschaft, wurden gute Artillene-Sckulen ein wesent-liches Bedürfniß. In mehreren andern Heeren ein-geführt. mangelten sie indessen noch der PreußischenArtillerie. Nichts desto weniger wurde in den soge-nannten Rcgimcnks-Kollegien mit Eifer an der Bil-dung angehender Artilleristen gearbeitet. Es warddabei mehr auf gründlichen, obwohl nur technischenUnterricht, als auf äußern Schein gesehen. DemUnterricht lagen schätzbare Hefte zum Grunde, vondenen das sogenannte H ol tzen d orfsche Kollegiumden ersten Rang verdient. Auf das Zeichnen wurde