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Indessen ließ das Bedürfniß desKricgS den aus-gestreuten Saamcn weiterhin um so schneller Früchtetragen. Die allgemeinen Verhältnisse machten ausPommern und Schlesien Nebentbeatcr des fortge-setzten KampfeS. ES organisirtc sich hier der kleineKrieg, von entschlossenen Parthcigängcrn geführt,denkenden Offiziere», welche durch die allgemeineAuflösung ihren vorigen eingeschränkten Verhältnissenenthoben, nunmehr einen reichern Spielraum für ihreThätigkeit fanden. Die meisten derselben beschäftig-ten sich, dem vorwaltenden Bedürfniß gemäß, mitder Errichtung leichter Truppen. Für Pommern Wird hier nur im Allgemeinen das Schillsche Korpöerwähnt. Es enthielt auch ein Detaschement reiten-der Jäger.
In Schlesien wurde der kleine Krieg in einemnoch mehr erweiterten Umfange geführt. Da seineigentlicher Schauplatz das Eebürge in der Aus-dehnung von Schweidnitz nach Neiße war, so herrschtehier vorzüglich das Bedürfniß zur zerstreuten Fecht-art vor. Die Errichtung von vielen leichten, oder wiesie genannt wurden, Jäger-Kompagnien, war die Folgedavon. Die Kommandeurs derselben hatten fast allebei den Füsilieren gedient. Aus solchen bestandenauch zum großen Theil die Mannschaften, namentlichdie Füsilier-Kompagnie v. Clansewitz aus Ranzi-onirten der Nicderschlcsischen Brigade. Das Exerzi-zium derselben wurde bei diesen Kompagnien, mitWeglassung der ihm anhängig gewesenen Schwer-fälligkeit, zum Grunde gelegt, uno vorzüglich diezerstreute Fcchtart vvllkommner ausgebildet. Nächst-dem formirteu die Kompagnien, wenn sie stark genugwaren, Kolonnen von 4 Zügen Liefe. Die Grenadier-