Zager-Kompagnie v. Seil machte die Kolonne auSzwei Zügen, die Unteroffiziere und Schützen mit ei-nigen Mann Front in dc» Flanken zwischen den-selben, so daß eine Art längliches jedoch vollesQuarrce entstand. Die Formation der geschlossenenund zerstreuten Fcchtvrdnung, und der Uebergangaus einer in die andere, geschah mit großer Gewandbcitund ganz im Geist dcS Tirailleur- und Masscn-Sy-stems. Durch die Königlichen Verordnungen vomLosten November 1807, 27sten März 1809 und derExerzier-Instruktion vom Jahr 1812 wurde dieseneue Fechtart reglementsmäffg. Höchste Beweglichkeitund Fähigkeit zur Anwendung aus alle erdenklicheUmstände und Terrainö ist ihr Triumph.
Kavallerie.
Einen nächsten Einfluß äußerte das Kolonnen-System auf die Angriffsfabigkeit der Kavallerie gegenInfanterie. In dem Maaße als die Widerstands-fähigkeit der letzter» durch das Kolonnen-System ver-mehrt worden, hak sich jene vermindert. Das Linien-System gab viele Momente zum Einbrechen mit Ka-vallerie, hauptsächlich im Marsch, wie denn nach denReglements von 1788 sogar nur auf marschirenöe, undnicht auf stehende Bataillone angegriffen werden sollte.Um so weniger läßt die tiefe Stellung letzteres zu,und da deren Vortheile auch im Marsch mitgehen,so sind der Momente des Erfolgs versprechenden An-griffs nur wenige. Denselben nachdrücklicher zumachen, hat die Kavallerie gleichfalls zur tiefen Stel-lung ihre Zuflucht genommen, eine selbst gegen Ka-vallerie angewendete Angriffsart, welche die Franzo-sen im Fcldzug von 1809 zuerst aufbrachten. Ueberdie Vortheile und zweckmäßige Anwendung derselben