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^esterrcichischen Militair-Grenzen von Hitzinger,^erschienen 1817 zu Wien , sehr ausführlich beschrie-ben wird.
In andern Ländern, namentlich in Deutschland ,exisiirten nun gleichfalls, neben den stehenden undbesoldeten Truppen, Landmilizen. Der Preußischenvon Friedrich l. errichteten ist bereits mehrmalsgedacht worden. Im 7jährigen Kriege wurde sieVortheilhaft zu Besatzungen rc. gebraucht. Indessenverloren die Milizen in dem Maaße an Achtungund Vertrauen, als man beides ausschließlich denstehen den Heeren zuwendete, und solche deshalb fort-während vermehrte. Man fing an, der Miliz völligeUnbrauchbarkeit zum Kriege »ach den Forderungender mechanischen Taktik vorzuwerfen. Schon diesVorurtheil allein hat ihr geschadet. Wenn es zumTheil gerechtfertigt war, so lag nur die Schulddaran, daß sich die Kriegskunst mit der Einrichtungder stehenden Heere vvm Volk isolirt hatte. Wennaber die stehenden Heere außerordentlichen Umstän-den nicht gewachsen, und daher ungewöhnliche Maaß-nehmungcn erforderlich waren, so kam man Lochwieder in der Aufbringung einer bewaffneten Nachtauf den wahren, nämlich volksthümlichen Wege zurück.In der neusten Deutschen Geschichte verdienen des-halb die Entwürfe der Freiherr» v. Albini undWessenberg zur Organistrung eines Landsturms inden Main - und Oberrhein-Gegenden 1796 und 1797,Erwähnung. Den National-Truppen fehlte nunfreilich wegen mangelnder Kriegsfertigkeit im Anfangedaö nöthige Selbstvertrauen. Im Lauf des Kriegserlangten sie aber Beides, und widerlegten so das