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Vorurteil gegen ihre Brauchbarkeit vollkommen. DieAmerikaner, Schweizer , Tiroler, Vendecr, die Französi-scheu Natwnalgardcn, von dem Augenblick a», alssie mit den Linientruppen gleichen Rang erhielten,die Spanier in den neusten Zeiten, endlich die Oester»reichischen Landwehren 1809 und die Preußischeni8i.z biö i 8 i 5 sind davon glänzende Beispiele. Hin-sichts der letzter« spricht sich die Landwchrordnungauf die allcrentschiedenstc und genugthuenste Weisein folgenden Worten auö:
„Als der nun zum zweitenmale ehrenvoll beendeteKrieg ein zahlreiches Heer zur Erkämpfung der Selbst-ständigkcit des Vaterlandes forderte, da bildete sichdie Landwehr. Der Eifer mit dem sie in den Pro--vinzen Unsers Reichs errichtet ward, die Ausdauermit der sie in den Reihen der übrigen Krieger kämpfte,geben ihr gerechte Ansprüche auf Unsern Dank. DieGeschichte wird der Nachwelt diese Treue, diesenMuth als ein glänzendes Vorbild aufzeichnen. Dochnicht bloß das Bewußtseyn treuer Pflichterfüllungsollte der Lohn einer so edlen Hingebung seyn; durchdie Errichtung der Landwehr zeigte es sich bald, daßsie auch fähig sey, fortdauernd zur Vertheidigungdes Vaterlandes beizutragen, da es durch ihre Bei-behaltung möglich wird, die Kosten, welche sonst dieErhaltung der bewaffneten Macht forderte, zu ver-mindern und den einzelnen Krieger früher, als essonst möglich war, seiner Hcimath und seinem Ge-werbe zurückzugeben. Diese großen Vortheile bestim-men die Erhaltung der Landwehr im Frieden. Anden mäßigen Umfang des flehenden Heeres schließtsich künftig die Landwehr, zwar immer zur Verthri-r