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Abhandlung über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs / von S. F. Seydell
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Erster Abschnitt.

und Beschaffenheit geliefert werden kann; so giebt mauden Musketen gewöhnlich keine Vistre; man wird in denfolgenden Reihen noch mehr Grunde finden, warummaw den Musketen keine Visire, höchstens einen Ein-schnitt auf der Schwanzschraube giebt, der die Stelledes Visirs vertritt.

Erhalt die Muskete ein Visir, so wird es nahe ander Schwanzfchraube auf den Lauf gesetzt; bey Aufsez-zung desselben hat der Büchsenmacher dahin zu sehen,daß es mit dem Korn und der Achse der Seele in einer-ley Ebene liegt.

§. Z8.

Das Korn ist das, was der Ausdruck bezeichnet,ein kleines Stück Messing in der Form eines großenWeizen- oder Gerstenkorns, vorne unweit der Mündungauf den Lauf gesetzt; es dient als fester und mit demAuge schnell zu fassender Punkt, die Richtung des Lau-fes bequem und schnell nach einem gegebenen Punktezu nehmen.

Das Korn muß ebenfalls so aufgesetzt werden, daßes mit dem Vistr und mit der Achse der' Seele in ei-nerley Ebene liegt; die Größe und Dicke desselben istnicht willkührlich.

Es sey z. B. das Korn auf einem Laufe D Fall dick,der Lauf sey vorn Visir bis zum Korn z Fuß lang; sofindet man die Linie, welche dieses Korn in der Breite,z. E. auf 400 Fuß, durch ein sehr feines Visir, die Rich-tung auf der Mitte der Achse der Seele genommen,deckt, wenn man setzt:

?6 Zoll: Zoll 4820 Zoll: x --- zg,g Zoll 2 Fuß

9 ,Z Zoll.