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Abhandlung über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs / von S. F. Seydell
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49
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Proportionirung der Gewehrlaufe. 49

Ist NUN das Korn auch Z Zoll hoch, so deckt das-selbe auf 400 Fuß eine Flache von 7,6 Quadratfuß.

Hierin liegt wohl die Ursache, daß man den Mus-keten, worauf man für den gemeinen Mann ein großesKorn aufsetzte, kein Mstr gab, sondern bloß einen Ein-schnitt auf der Schwanzschraube anbringen ließ, damiter nach Beschaffenheit des Ziels, seitwärts dem Korn?hinsehen konnte; es bleibt jedoch diese Einrichtung feh-lerhaft, sie laßt sich aber deshalb nicht gut abändern,weil die Starke der Dille des Bajonets ein hohes, alsoauch ein der Höhe angemessenes starkes Korn nothwen-dig macht.

Ein niedriges und feines Korn kann also nur aneinem Gewehre Statt finden, auf welches das Bajonetohne Dille, etwa so wie die Jäger ihre Hirschfänger ander Büchse aufsetzen, angebracht wird; ober was auchseyn könnte: daß das Korn auf der Dille des Bajonetsaufgefetzt würde; dann müßte aber jederzeit das Bajo-net aufgefetzt seyn, wenn man feuerte.

An Gewehren, wo man die Läufe durch Ringe indem Schaft befestigt, setzt man das Korn auf den Ringan der Mündung; da dies Korn höher siehet, als wennes unmittelbar auf den Lauf gefetzt wird, fs kann esfeiner und kleiner seyn, indem der Ring mir der Dilledes Bajonets gewöhnlich einerley Dicke hat.

Zweytes Kapitel.

Der Büchsenlauf.

§. Zy.

Es fanden sich bey Proportionirung des Musketen-Laufes bereits mehrere Gegenstände, für welche die Ge-setze der Proportionirung nicht als unumstößlich aufge-führt werden könnten, wie dieß z. B. bey der Größe

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