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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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129
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Marschall Davoust angreifen würde. Da diehier versammelte Armee unmöglich wenige Schrittevon der Paffarge stehen bleiben konnte, und etwasgeschehen muste, so gefiel der Gedanke, die französi­ schen Corps einzeln zu schlagen, allgemein, was auchziemlich leicht schien, weil das Glück einer zweitägi-gen Offensive etwas dreister gemacht hatte;, auchkonnte das Vorrücken gegen die Passarge von russi-scher Seite eigentlich nur den Zweck gehabt haben,die Konzcnrrirung der französischen Armee zu hin-dern, und die verschiedenen Corps so rasch als mög-lich anzugreifen, und vielleicht einzeln zu schlagen.

Man bemerkte sehr deutlich bei.dem Feinde aufdem linken Ufer der Paffarge große Truppenbewe-gungen, besonders sah man viel Kavallerie, die auf8v Eskadronen angegeben wurde, nach der Gegendvon Liebstadt nach dem russischen rechten Flügel sichziehen.

Gegen Abend, wenige Stunden nach der Nük-kehr des Generals Benningse»,hiett die russischeArmee den unerwarteten Befehl, 4 Meile bis nachdem Dorfe Quetz zurückzumarschiren; die Avantgardeblieb an der Passarge stehen, und das Hauptquar-tier kam nach Glottau zurück.

Den Lten Juni des Morgens blieb alles ruhigstehen, ich sah jedoch beunruhigt und voll Erwar-tung der Zukunft entgegen, wie sie die Problemelösen würde. Um 10 Uhr des Morgens entstandein Allarm, weil die Avantgarde glaubte, von; Feinde