ches Kanonenfeucr, hinter dem man starke Kolonnenerblickte, drängte die Infanterie des russischen lin-ken Flügels zurück; —> der Feind rückte vor aufder Todtenflur mit Ruhe und Ordnung, und nurwenige seiner Kugeln verfehlten ein Menschenleben;der russische linke Flügel zwischen der Alle und dem Mäh-lenfließ eingeengt, rollte aufeinen immer kleineren Raumzusammen. Es formirten die Russen zwar mehrereKolonnen und griffen den Feind wiederholt an, aberdieser war durch sein ununterbrochen wirkendes Ka-nonenfeuer geschützt, und alle Versuche ihn aufzu-halten, oder zurückzudrängen, blieben fruchtlos.So sahen sich die Russen endlich zum Rückzügedurch die Stadt Friedland genöthiget. Ihre Arrier-garde brannte die Vorstadt an, um den sie heftigverfolgenden Feind einigermaßen aufzuhalten.
Gleichzeitig mit dem linken wurde auch der rus-sische rechte Flügel (von den Corps der MarschälleLannes und Mortier) -«gegriffen. Das französischeArtilleriefeuer wirkte von allen Seiten kreuzend indie russischen Linien, und richtete schreckliche Verwü-stungen an; aber Lebende ersetzten die Todten unddie Linien wichen nicht; sie rückten sogar selbst vor,griffen an und Zwangen den linken Flügel des Mar-schalls Lannes zum weichen. Doch ehe die Russendiesen glücklichen Moment entscheidend machen konn-ten, ereilte sie schon die Nachricht, daß ihr linkerFlügel geschlagen sei, sich zurückgezogen habe undsich nur noch kurze Zeit gegen die Uebermacht des