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Tagebuch während des Krieges zwischen Russland und Preussen einerseits und Frankreich andrerseits, in den Jahren 1806 und 1807 / geschrieben von Carl von Plotho
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Die Schlacht hat ihre Gräuel und ihr Empö-rendes; aber eine solche Scene übersteigt alles Schreck-liche. Doch schließen mußte ein fürchterlicher Auf-tritt diesen langen und großen Streit der Nationen,würdig der Anstrengungen, der bestandenen Gefahrenund der vielen Opfer; der Besiegte mußte sich nochauf Augenblicke blutigst rächen und durch nie gese-hene Thaten dem Feinde Achtung und Bewunderungabzwingen; der Feind mußte wie hier staunenüber die Tapferkeit und das Unternehmen seiner bra-ven. Gegner, und das Verfolgen vergessen. Einanderer Theil der Truppen, Kavallerie und Infante-rie unter dem General-Major GrafLambert (es wa-ren 29 Kanonen dabei) konnte zu heftig gedrängtvoin Feinde, die Alle nicht mehr erreichen. Sie eil-ten unter dem Schuß der Nacht bis nach Ällenburghinauf, setzten dort über den Fluß und kamen derArmee glücklich nach. So ward kein einzigesCorps, wenn auch so ganz in den Händen des Fein-des, abgeschnitten; nur Einzelne und die schwer Ver-wundeten wurden gefangen, und nur 16 Kanonensielen dem Feinde zu, da man sie nicht über denFluß bringen konnte.

Der Verlust, den die russische Armee erlittenhaben mag, belauft sich wohl auf 6 bis gc>c>c> Todte,und 12000 Blessirte; von der Generalität sind geblie-ben die General -Majore Masawskoy und Sukin derite. Blessirt wurden der General-Lieutenant Eßen derite, -er General -Major und General - Quartiermei-