ry6
Dir Fregatte lag nämlich als Wachschiff auf dem äußerstenPunkt der Rheede gegen die offene See, über eine Meilevon dem nächsten Schiffe entfernt. Nachdem von diesen ge-waffnete Schluppen herbeygesandt worden waren, vertheilteman die Arrestanten auf selbige, um auf die verschiedenenSchiffe vertheilt zu werden. ES ward nachher Kriegsrechtgehalten und verschiedene Strafen über sie verhängt. Auchvon den übrigen, welche außerdem unbestraft blieben, wurdeein Theil auf das Geschwader vertheilt, und durch eben soviele ersezt, womit die Meuterey ein Ende hatte.
Die Unbeständigkeit des MecrS, und die öftere Verän-derung ihres Aufenthalts, macht die Seeleute wankelmüthig.An Bord wünschen sie am Lande zu sey», und hier, wo siesich unbehaglich befinden, sehne» sie sich nach der See; hiergehören sie zu Hans«, und ich hörte einen Knaben fragen:Vater! wenn gehen wir nach Hause? nämlich an Bord.
Herr Lsmenard sagt in der ersten Note zum fünftenGesänge seines Gedichts: I» Navigation. „Eine geheime und„unbestimmte Unruhe verfolgt die Seeleute während ihrem„Aufenthalt in der» Städten, und treibt sie unwillkürlich auf„das stürmische Element, ihr zweytes Vaterland zurük. Man„bemerkt bey deu Matrosen noch mehr als bey den Soldaten„eine außerordentliche Sorglosigkeit für die Zukunft, und ei-tlen unbezähmbaren Hang zu auaeudlillichen Genüssen, wel-»cher sie verleitet, den Erwerb langer und gefahrvoller Müh-seligkeiten in wenigen Lagen zu verschwenden. Es scheint,„daß sie, als Fremdlinge auf dem Lande, gleich Reisende»„mir einen Angenblik glänzen, und wenigstens ein Andenken„gn ihre Verschwendung zurüklassen wollen. 2hre Schiffe