Band 
Erste Abtheilung.
Seite
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sammtne, oder lange weiß- und rothgestreiste leinene Bein-kleider; iin ersten Fast schwarze, im zweyten weiße baumwol-lcne Strümpfe. Große runde silberne Schnallen für Schuheund Beinkleider, und vorzüglich eine silberne Taschenuhr miteiner langen silbernen Kette, an welcher eine Menge auf dieSeefahrt sich beziehende Zierrathcn hängen; z. B. in derMitte ein Linienschiff mit allen Segeln, zusammengerollteKabel, Anker, Spiegel und Gallionen von Schiffen u. dgl.Die Schnallen enthalten auch zuweilen einen ganzen Vor«rath von Schiffsgeräthschaftc», oder stellen einen Kabel vor,der an beiden Seiten durch eine tüchtige Splissnng verbun-den ist. Sobald der Kauf geschlossen ist wozu noch eineRauchtobaksdose gebärt, kleiden sich die Matrosen auf derStelle um, und lassen die alten, meist schlechten Kleider ver-ächtlich liegen. Von hier gcht's in ein Bordell; jeder läßteine Schäse komme», sizt mit seiner Dirne, einem Glaseund einer Weinflasche in selbige, im- so jagen zuweilen einDuzend Matrosen dicht hintereinander mit Jauchzen und Sin-gen durch die Stadt, die leere» Flaschen werden weggeschmissen,bey jeder Schenke eine neue Ladung eingenommen, und die-idauert so ein Paar Tage fort; treulich helfen die Maateneinander sich aus. Wenn das Geld alle ist, geht die sammtneIake für eine wohlfeilere ab, die von Sebarlach, mit schwar-zem Sammt ansgeschlagen, und mit schwarzsammtnen KnKp-fcn bcsezt ist. Auch die schwarzen Beinkleider werden fürlange leinene umgetauscht. Fürs halbe Geld erhält der Tröd-ler seine Lieferung nach und nach zurük, indem er nur we-nig Haares Geld als Mehrwcrth des Bessern gegen das schlech-tere herausgicbt. So lange dieses vorhält, geht es wieder