Band 
Zweyte Abtheilung.
Seite
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schiffung der Truppe»/ des TeschüzeS, der Munizion, derLcbenSmittel u. s. w. imgleichcn Landunge» zu veranstalte»/und zu dcken. Durch die Kunst, Landungen anzuordnen undauljuführen, sieht dir Seetaktik mit der Scefortifika-tion in Verbindung, und durch die lezterr kömmt sie mitder Land taktik in einen gewissen Zusammenhang.*) Ichbeschränke mich aber blos auf dasjenige, wa« auf offener Seevorfällt.

Die Seetaktik hat mit der Taktik der Landtrupven unteranderm das gemein, daß zu einem Zwek mehrere Bewegun-gen möglich sind. Wenn zu Lande die Beschaffenheit desTerrains die Stellung und Bewegung der Truppen bestimmt,so hat hingegen zur See der Wind den nämlichen Einfluß.Für jede einwirkende Veränderung -es Windes in Beziehungauf jede Stellung der Flotten sind daher Bewegungen erfun-den worden, welche nach den vielen und manchfaltigen Vor-«uSsezungen zu einer beträchtlichen Anzahl angewachsen sind.Die auf der holländschen Flotte cingesührte Seetaktik desAdmirals Grafen von Byland füllt einen dikcnQuartband,woraus sich auf die mit diesem Versuche uiivcrhaltnißmäßigrMenge der vorgeschriebenen Evoluzionc» schließen läßt.

Diese könne» mit großer Genauigkeit ausgeführt werden,da der Seekompaß die Linie bestimmt anzeigt, auf welcherdie Schiffe oder Kolonnen sich richten und sortsegeln müssen.

*) Diese kurze und wohlgcrathcne Erklärung der See-tgktik ist "aus dem allgemeinen militärischenLexikon u., herausgegeben von -ein königl. preußische»Ingenieur-Kapitän F.Mein ert, Hall« i »»4, bey Schjm»melpfenuig und Kompanie, entlehnt.