Band 
Zweyte Abtheilung.
Seite
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Meiden, oder zu verbrennen. Die Signale können deutli-cher mitgetheilt, die Ordnung leichter erhalten und die Be-wegungen schneller ausgeführt werden. Dagegen aber kön-nen die beschädigten Fahrzeuge kaum der Gefahr entgehen,entweder zwischen beide Flotten oder in die Gewalt des Fein-des zu fallen, da sie nur mit größter Mühe durch Fregatten,Kutter oder Boote aus der Linie weggeschleppt werden können.Auch sind die Schiffe genöthigt, die Stükpfortcn der unter-sten Lage zu schließen, wen» der Wind stark weht, und tön-nen sich ihrer wirksamsten Batterie nicht bedienen. Da jedochdie Wellen eher lmwärtS in die Stükpsorten schlagen, so istdie Loiwärtsflotte sehr oft im gleichen Fall.

Leztere kann das Gefecht eher vermeiden und sich leichterzurükziehcn, auch ihre beschädigten Schiffe ohne Mühe ent-fernen , jede Veränderung des Windes benuzen und die fcind°liche Flotte am Rükzugc verhindern, in diesem Fall auch denWind über sie gewinnen. Dagegen kann sie angegriffen wer-den , ehe ihre Linie formirt ist , kann die Feindliche nur mitMühe durchbrechen und keine Brander dahin absenden; in denRauch ihres eigenen und LeS feindlichen Geschüzes verhüllt,ist sie in Gefahr in Brand zu gerathen und die Bewegungendes Feindes und ihre eigenen Signale find ihr unsichtbar.

Hieraus folgt, daß die Windwärts flotte über dieunter dem Winde überwiegende Vortheile hat, und HerrLonr.lL Ue Villeliui-t entscheidet demzufolge: »Man»muß daher schlechterdings sich in kein Gefecht unter demWinde einlassen, wenn man nicht durch widrige Umstände»dazu gezwungen ist.«

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