Band 
Zweyte Abtheilung.
Seite
131
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Fünfter Abschnitt.

Dänemark .

In dc » ältesten Zeiten waren die Dänen die unternch.mendsten Seefahrender bekannten Welt, und die Sagen undGeschichten ihrer Spczüge grenzen an das Fabelhafte und Ro-mantische. Dali Kanut der Große und andere Könige Dä­ nemarks Landungen in England unternahmen, ist bekannt.

Sie machten sich sehr berühmt, und noch jczt gehören dieDänen zu den besten Seeleuten, die man finden kann.Diese braven Dänen stritten am rten April 1801 mit Hcl-denmuth gegen den kühnsten, damahls lebenden Seeheldcn.Man sollte glauben, daß der Kriegsruhm zur See nicht sowandelbar wäre als zu Lande. Nach einem langen Friedenkämpften die Schweden bey Swenkesund, die Hollän-der bey Doggerbank, und die Spanier bey Trafal-gar mit eben so ausgezeichneter Tapferkeit und Sachkunde,als dort die Dänen, und wenn der Erfolg nicht überallgleich war, so errang doch der Besiegte das Lob des Ucber-winderS, der ihm Gerechtigkeit wiederfahrcn ließ. Es istwahrscheinlich, daß die Wandclbarkeit des Kriegsruhms bey ^den Landarmeen weit weniger in dem Mangel an Tapferkeitund Wissenschaft zu suchen, als vielmehr in der Veränder-lichkeit und den taktischen Spielercycn zu finden ist. Das,was heute den Soldaten als Hauptsache eingebläut wird, da-für werden sie kurze Zeit nachher als für Fehler bestraft.

Bey dem Kriegsdienst zur See ist alles bestimmter, und dieErfahrung giebt bleibendere Lehren, die nicht so oft durcht>e» Erfolg widerlegt werde,,.