Nachricht von dem Kriege.
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Cap. LIX.diejenigen, so dieselben anführen, bekommen Inftruction was sie vollstrecken,und in dem Lande, dahin man sie schicket, sich zu erkundigen bemühet seynsollen. Offt werden so wohl die Officier, als die Musquetier und Reuter,wie sie die Ordnung trifft, commandiret; offtmahls aber erwählet auch derGeneral, zu dem Commando diefer Partheyen, wohlgesinnete Officier, diedas Land, dahin sie geschickt werden, wohl kennen, und zugleich tüchtig genugfind, alles, wovon der General Nachricht haben will, gebührend zu sehen undzu kennen.
Jedoch giebet es noch andere Partheyen, die von der Armee abgehen,und freywillige genennet werden. Wie aber diese bey nahe stets nur aufihren eigenen Gewinn ihr Absehen richten, und dieses entweder in Ansehungderjenigen, so auf Fütterung ausgeben, oder wegen der Weyde- Knechte, desnen sie aufpassen wollen, so wählen sie unter einander selbst, wer sie commandirenund mit gehen soll. Darauf stellen sie sich dem General- Major von dem FußVolck vor, wenn sie, wie meistentheils, zu diesem Corps gehören, welcher sichDenn zuförderst um die Geschicklichkeit des Commendanten dieser Parthey, undwegen der Beschaffenheit ihrer Absicht hinlänglich erkundiget, und ihr hiernächst einen Paß giebet, damit sie in dem Fall, da sie solte gefangen werden,für eine rechte Kriegs- Parthey erkannt, und entweder ranzioniret oder ausgeswechselt werden könne. Wann nun zwischen den kriegenden Fürsten einCartel wegen der Gefangenen aufgerichtet, und dergleichen Partheygångerfind kühn und geschickt, das Land dabey auch mit Gehölze untermenget, fomachen sie einer Armee vollauf zu schaffen und Verdruß genug, weil selbigenicht alle nöthige Anstalten vorkehret sich wider dieselben zu verwahren. UndDieses sind eben diejenigen, davon ich in dem Capitel von den Zufuhren undFuhr- Wercken, ingleichen von der Fütterung und Weyde, nehmlich in demvorhergehenden LVII. und LVIII. Capitel, geredet habe.
Endlich findet man noch eine andere Art der Partheyen, zu Kriegs-Verrichtung so wohl, als auch zu freywilligen Streiffereven, welches diejenigen sind, so aus ihren Festungen heraus gehen. Selbiger Absichten sindin grosser Menge, darunter nachfolgende für die vornehmsten geachtet werden.
Ein Commendant fürchtet, er möchte belagert werden, und begehret derFeinde Bewegungen eigentlich zu wissen, damit er den Fürsten oder den Gesneral darvon benachrichtigen könne. Oder die feindliche Armee marschiretbey seiner Festung weg, und er will wissen, wo, und wie sie sich lagern werde,zu dem Ende suchet er Gefangene zu bekommen, damit er was besonderes ersfahren, und solches berichten könne. Oder er hat auch Ordre eine Zufuhraus seinem Ort gehen zu lassen, damit sie zu der Armee gelangen möge. Wienun die Versammlung dieser Fuhr- Wercke dem Feind nicht unbekannt seyn
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