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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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Nachricht von dem Kriege. Cap. LXXXI.

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Feind aufzuhalten, welcher ausser dem, die zurück getriebene Truppen bis inden bedeckten Weg der Festung verfolgen würde.

Auch sollen alle verschanzte Lager auf so eine Art verfertiget werden, daßdie darinnen stehende Truppen von dem Feuer der feindlichen Canonen nichtberühret werden mögen: denn er muß keinen Theil davon mit seinem Gesschütz bestreichen können: gestalt, wenn das wäre, dergleichen Lager allzuschwerzu erhalten, viel zuwenig in Ruhe, und gar zu kostbar seyn dürffte.

Was ich bis hierher von den verschanzten Lagern gefaget habe, dasselbegehet nur diejenigen an, welche für ein Corps Fuß- Volck angeleget, und deswegen gemacht worden, damit die Circumvallation schwerer und der Angriffvon dem Haupt- Walle entfernet, mithin also die Wahrung der Belagerungverlängert werde. Habe demnach von dieser Materie nur noch zu melden,wie es mit den verschanzten Lagern, darein man auch Reuterey legen will,beschaffen ist.

Der Gebrauch dieser Låger findet nur in gewissen Fällen statt, welchemehr den Krieg in freyem Felde, als bey den Belagerungen, angehen, unddieses sind iezt folgende.

Man will entweder, in den Offenfiv- und Defenfiv- Kriegen, öfftereStreiffereyen in das feindliche Land thun, oder man will wehren, daß derFeind dergleichen, mit Gemächlichkeit, nicht vornehme, und in ein Land dringe,wo man die Convoyen gerne, unter einer Festung, in Sicherheit gesetzet hasben möchte, weil es nicht bequem wäre, wenn man solche in dieselbe hineingehen lassen wolte.

In allen diesen Fällen mag man ein verschanztes Lager unter eine Fe-stung legen, iedoch so denn mehr auf die Bequemlichkeit da ein und auszusgehen, und auf die Nähe des Wassers, als auf die Starcke, in Ansehungder Defenfion des Orts, zu sehen hat: immassen solche stets gut und nüßlichsind, woferne sie nur ausser dem Angriff gelegen, mit einer hinlänglichen Anszahl Fuß- Volcks befezet, und geraum genug find, Reuterey bequem hineinzu legen, und die Wagen der Convoyen sonder Unordnung aus und einge-hen zu lassen.

Dieses find also, wie mich düncket, die verschiedenen Arten, wie man dieverschanzten Lager gebrauchen kan. Sie sind allesammt nüglich, allein des-wegen muß man nicht gar zuviel von solchen verschanzten Lagern haben. Eswird daher schon gnug seyn, wann man nur ein gutes unter einer Haupt- Fesstung an den Grenzen hat, weil deren Bewahrung allzu viel Mannschafftbrauchen würde, die man doch wenigstens bey der gesammten Armee habenFonnte.

Das