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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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68 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. VII.

fen Truppen, bey Singheim, geschlagen, und ob wohl dieser glückliche Erfolg die Sachen nicht ausmachte, so war er doch gar vortheilhafft. NichtsDests weniger wäre der Krieg in Teutschland, der selbigen ganzen Feldzugüber auf beyden Seiten gleich, fortgeführet worden, indem keine Parthey derandern überlegen gewesen, aller dieser erlangten Vortheile ungeachtet, aufunserer Seite bald gantz und gar zum Schuh- Krieg geworden, weil die Feinde eine grosse Anzahl Truppen, die sie aus Teutschland bekommen, an sichgezogen hatten, der Marschall de Turenne auch genöthiget worden, ihnen dasgange platte Land in Elsaß preiß zu geben, und sich in das Teutsche Lothrinsgen zurück zu ziehen; doch als dieser grosse General seine Armee hatte, in guten Quartieren, eine Zeit lang ausruhen lassen, und den Völckern, welcheman ilyn. aus Flandern, nach daselbst geendigtem Feldzug, zu Hülffe schickte,hinlängliche Zeit gegeben bey ihm anzukommen, so rückte er, mit einem Marsch,den er den Feinden klüglich zu verbergen wuste, in den ersten Tagen desJan arii 1675. so ploßlich in die Winter Quartiere, welche die feindliche Ar-mee in Ober- Elsaß genommen hatte, daß er viele davon aufhub, und andere,die sich, bey Mühlhausen und Colmar, zusammen gezogen, in die Fluchtschlug, so daß er, vermittelst dieser glücklichen Begebenheiten, die feindlicheArmee zwang wieder über den Rhein zu gehen, und, in weit von uns entferneten Winter Quartieren, sich in Sicherheit zu setzen.

Im Jahr 1675. war zwar der Krieg in Teutschland unsers Orts offen-fiveangegangen; allein der einzige Tod des Marschalls de Turenne hätteum ein Haar aus einem Offenfiv- einen Defenfiv- Krieg gemacht, daferne nurder General Montecuculi des Königs Armee, bey Altenheim, hatte schlagenkönnen. Dieweil aber diese Schlacht nichts ausgemacht, und des KönigsArmee ruhig wieder über den Rhein gegangen, da indessen Mr. de Monte-cuculi eben dergleichen zu thun nach Straßburg gerücket, und über selbigeBrücke feinen Weg genommen, so führte der Marschall de Duras, welcherdas Commando über die Armee zu nehmen angekommen, diese eiligst auf dieHöhe bey Schlettstadt, woselbst er mit dem rechten Flügel an gedachterStadt, und mit dem lincken an dem Flecken Chaftenoy campirte, damit erdem General Montecuculi, der, nachdem er Straßburg vorben hatte, eben-falls darauf zu marschirte, zuvorkommen möchte. Als nun der Prinz vonCondé darauf aus Flandern angekommen, und er diesen Posten behauptethatte, so nahm der Krieg den gesammten Feldzug über die Natur eines Kriegs,Der zwischen gleichen Machten geführet wird, wiederum an, auch war dieGleichheit damahls so groß, daß der General de Montecuculi, welcher dieBelagerung der Stadt Hagenau vorgenommen, diese aufheben muste, weitDer Prints von Condé auf ihn anrückte, und ihn anzugreiffen willens war.

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