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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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240 Historische und Militarische Nachrichten, Cap. XXXI.

was anders dachte, als wie er fechten und sich den gewaltigen Anfällen einesFeindes, der viel stärcker, und wegen seines im Anfang der Action gehabtenGlücks kühn geworden, tapfer wiederstehen wolte, viel weniger aber sich dasbey iemahls die mindeste Sorge gemacht, daß ihm keine andere Linie denRücken hielt.

Swar kan man nicht sagen, daß des Königs Armee, in dieser Schlacht, denSieg davon getragen habe, weil sie in der That nicht geschlagen hat. JesDoch kan man mit Wahrheit versichern, daß diese Schlacht eine von denensey, welche der Nation den meisten Ruhm verschaffet habe, indem sie, beyDieser Gelegenheit, die Ansätze der ganzen feindlichen Armee allein, ohne Bey-stand ihrer Generals, und nur mit der Helffte der Armee ausgehaltes, unddie Wahlstatt so wohl behauptet habe, daß sie der Feinde Todten, so auf demPlat, wo man gefochten, liegen blieben, ausgezogen und den Feind gezwunsgen, sich von ihr zu entfernen und zu verschanzen, nachdem er sich einen gan.Ben Tag hindurch umsonst bemühet, dieselbe gänzlich über den Hauffen zuwerffen.

Treffen bey Die Schlacht bey Con- Saarbrücken, so in eben dem Jahr 1675. und beyConfarbrů nahe zu eben der Zeit, wie die bey Altenheim vorgegangen, durch den Marden 1675. schall de Crequi, geliefert worden, muß unter die ordentlichen und verlohrnenFeld- Schlachten gerechnet werden, weil selbiger die nöthigen Anstalten, welche bey einem Haupt- Treffen zu einem glücklichen Ausgang führen mögen,gar sehr versäumet hat.

Das waren aber die vornehmsten Fehler, so vor dem Treffen hergien-gen. Der Marschall de Crequi lagerte sich mit seiner Armee gar zu sehr weitvon dem Thurn und der Brücke bey Con- Saarbrücken. Daher war er nichtbey der Hand, auf die Beschüßung ermeldten Thurns mit Nachdruck zu geden-cfen, über dies auch hatte man nur einen Lieutenant, mit zwanzig Mann,hineingeleget, denselben zu bewahren. Neben dem verabsäumete er so gar,daß er kein wohlverschanztes Corps nahe bey dem Fluß campiren ließ, damitfelbiges bey der Hand gewesen wäre, den Thurn und die Brücke zu beschüshen; also daß, wie die Feinde den Thurn mit Gewalt der ganzen Armee erobert hatten, und ihr Fuß- Volck über die Brücke gehen liessen, der Marschallde Crequi von solcher Bewegung keine Nachricht erhielt. Dieser erste Fehler rührte von einer allzu vermessenen Nachläßigkeit, und allzu grossen Versachtung des Feindes her, so aber auf keine Art entschuldiget werden kan.

Der andere Fehler war, daß er nicht gewust hatte, daß es auf beydenSeiten des Stroms Furthe gåbe, die gut für die Reuterey wären: gestalt jaDer Marschall de Crequi zum wenigsten diese Furthe hätte können unbrauchbarmachen lassen, wenn ihm solche bekannt gewesen wären. In Ermangelung

Dieser