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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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292 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

derliche Armeen, campirten, und das Centrum des Lagers war von den bey-den Flügeln, des rechten und des lincken, von der Reuterey der beyden Armeenformiret. Der Feind hingegen stund auf der andern Seite des Bachs, hattedie Donau zu seiner lincken, und die Fronte von dem Bach und von Zäunenbedecket, so, daß uns diese seine Bewegungen verbargen, vor seinem rechtenFlügel aber war ein Holz.

Als nun der Feind, dessen Bewegungen vorhin gedachter massen verborgen waren, den Tag vor der Schlacht fahe, daß wir, nach der Art, wiewir uns gelagert hätten, nicht gesonnen wären, deffen Übergang, vor der Fronteunsers rechten Flügels, zu hindern, so war er hingegen nur darauf bedacht,feine Schlacht- Ordnung einzurichten, und unsere schlechte Anstalt sich zu Nutzu machen. Auch verbarg er uns leicht, was er auf seinem lincken Flügel undvor seinem Centro thate, weil wir im allermindesten darauf nicht achtung gasben. Und ob es ihm gleich schwerer fallen konnte, uns seine Bewegungen aufseinem rechten Flügel zu verbergen, so that er es doch gleichwohl, indem erein Corps zu Fuß in ein Gehölze warff, so dasselbige bedeckte.

Unsere beyden Marschalls, die gedachter massen aus blosser Vermessenheit heran gerücket waren, und sich mit ihrer Bewegung gut wusten, sabendieses Fuß- Volck nicht anders an, als ein Corps, welches der Feind bestimmet hatte, seinen morgenden Marsch auf Nordlingen zu bedecken, damit ersich seinem Proviant nähern möchte, oder aber eine Brod Zufuhre zu beschirmen. Ja sie waren so vergnügt, daß sie sich Blindheim genähert hatten,daß sie in den Gedancken stunden, dieser einzige Marsch würde den Feindvon der Donau hinweg bringen. Dahero dachten sie nimmermehr, daß diesses in dem Holz stehende Corps zu Fuß darzu ausersehen wäre, daß es denandern Morgen, als an dem Tage, da uns der Feind angreiffen wolte, zurBedeck- und Beschirmung seines rechten Flügels dienen solte. Und in diesenGedancken lieffen unsere Generals einen Theil der Neuterey auf Fütterungausgehen, und gaben auf die Bewegungen, welche der Feind etwa in derNacht gemacht haben könnte, eben so wenig achtung, als wenn sie von demFeind wie weit entfernet wären. Ja die ersten Bewegungen, welche manDes Feindes Reuterey von dem rechten Flügel machen sabe, sich vor dem Geshölze zu formiren, wurden anfänglich nur für ein Corps zu Pferd angesehen,welches man zur Bedeckung des Marfches der Armee auf Nordlingen bestimmét hätte: so gar sehr waren unsere Warschalls zuvoreingenommen, daß derFeind sie nicht angreiffen könnte, weil sie ein vortheilhafftes Lager hätten, erhingegen gezwungen wäre, die Donau zu verlassen, damit er in der Nähe derStadt Nordlingen seinen Unterhalt finden möchte.

Kurz sie waren vollkommen ruhig und überaus vergnügt, daß sie den Prins

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