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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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294 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXI.

sich fand, weil es in die Dorffer, die allzu weit von einander lagen, gestelletwar, und daher dessen Feuer unmöglich freußen konnte, so urtheilte er, daßunsere Neuterey, so zwischen mehr erwähnten Dörffern stund, das Feuer sei-nes Fuß- Volcks, welches durch seine Reuter- Linien bedecket wäre, nicht aus-halten könnte: und wenn er nun auf diese Maaffe unsere erste Neuterey- Liniein die andere hinein triebe, so würde er uns, durch diefen einzigen Angriff, dashin bringen, daß wir die in den Dorffern stehende Infanterie verliessen, weil ermit seiner ganzen Fronte zwischen die Dörffer rückte, und solcher gestalt unserFuß- Bolck, das in den Dieffern war, hinter seine Infanterie- Linien, so in derEbene stunden, ungezweiffelt bringen würde.

Alle diese Anstalt, auf unsere Fronte zu Pferd zu gehen, ward von demFeind gemacht, ohne daß man sich auf einige Weise dargegen setzte, weil derMarschall de Tallard, der, vor seinem rechten Flügel, noch keine Bewegungfahe, hingieng und sehen wolte, was man auf dem lincken vornahme; immittelst aber, da er abwesend war, durfften die Generals von seiner Arincesich nicht unterstehen, die Linie in Bewegung zu bringen, und das Fuß- Volckaus den Dörffern zu nehmen, um den Feind, der sich vor ihnen in Ordnungstellete, anzugreiffen, welches auch leicht geschehen können, weil er in gedachter Ordnung gleichwohl noch nicht stund, und daher in den Bach, über welchen dessen Reutercy einzeln gieng, unschwer getrieben werden mochte. Kurs,es hatte der Feind, ehe der Marschall de Tallard von dem lincken Flügel wiederzurück gekommen, diese grosse Reuter Fronte, in der gedachten Stellung, dareinfie sich begeben, angegriffen, und deffen Fuß- Volck unsere beyde Linien zu Pferd,mit feinem Feuer, über die Dörffer, in welchen ein Theil unsrer Infanterie eingeschlossen war, weit hinaus getrieben. Die Reuterey von der Armee des Marsfchalls de Tallard, welche von unsrer groffen Reuter- Fronte, so alleweile an-gegriffen worden, den lincken Flügel ausmachte, lencfte sich auf den rechtenzu, wie die von der Armee des Churfürsten sich nach seinem lincken wendete,so, daß durch diese Bewegung die beyden Armeen sich getrennet befanden, undder Feind von dem Platz, der sie von einander sonderte, und eben der war, aufwelchem unsere Reuterey, ehe sie angegriffen worden, in Schlacht: Ordnunggestanden vollkommen Herr war. Inzwischen als Mr. de Tallard, der einsehr blödes Gesicht hat, über dem Knallen, das er auf dem rechten Flügel horete, von dem lincken zurück kam, ward er von der feindlichen Reuterey, sozwischen die Dorffer gerücket, gefangen genommen, darauf denn niemandmehr Ordre gab, sondern es war unter seiner Armee nichts als lauter Unordnung zu sehen.

Indem nun der Marschall de Marfin, welcher unter dem Churfürstencommandirte, und wieder den rechten Flügel des Prinzen Eugenii ziemlich

glücklich