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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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351
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXVI. 351gungen so anzustellen, wie er selbige zu Eroberung der Linie für zuträglichachtet.

Da nun dieses letzte Erempel die Richtigkeit meines Grund Sagesvollkommen wahr machet; so beschliesse ich dieses Capitel, indem ich nochmahls wiederhole, daß man den Feind, inwendig in seiner Linie,niemahls erwarten muß.

Cap. XXXVI,

Das sechs und dreyßigste Capitel.

Von dem Angriff eines festen Orts.

JCh habe gefaget, daß man einen Orr allemahl da an

greiffen müste, wo er am leichtesten zu erobern wäre,und dieses weil man befande, daß man daselbst den Angriff am leichtestenbesorgen könnte, wie denn dergleichen leichte Bequemlichkeiten so wichtig seynmöchten, daß solche einen General bewegen können, den Laufgraben aufeiner Seite eröffnen zu lassen, die dem Ansehen nach fester ist, als eineandere.

Aniego werden meine Anmerckungen, über diese Materie, auf diejenigen Belagerungen gerichtet seyn, da der Laufgraben, ohne genugsam gültigeUrsachen, an solchen Orten eröffnet worden, woselbst der Angriff am schwerften zu führen gewesen ist. Das erste Exempel, so ich hiervon erzehlen werde,ist das von der Belagerung der Festung Charleroi, in dem Jahr 1693.

Mr. de Vauban hatte da zwar den Haupt Wall nicht gebauet, gleichwohl aber waren alle Aussenwercke von ihm angeleget worden, und soltedaher diesen Ort wohl kennen. Immittelst war ihm anbefohlen worden, daßer, unter dem Commando des Marschalls de Luxembourg, die Arbeit führensolte. Ob er nun wohl sehr geschickt, fehr klug, ja auch so gar für der Mensehen Leben sehr besorget war, so griff er doch die Festung an einem solchenOrt an, der so starck war, daß die Belagerung, zu einer schon späten JahrsZeit, und die in selbigem Land sehr geneigt zum Regen ist, am allerlångstenhätte dauren können. Die Festung aber ward iest folgender massen angegriffen. Man eröffnete den Laufgraben nur auf der Seite vornen nachBrüssel zu, fassete aber auf der lincken die rechte Seite dieses Polygons derFestung nicht gänzlich mit ein; darauf lieff man unten an dem sehr gähenGlacis weg, und gieng zwischen den See und die Contrescarpe der Festung.Der andere Angriff solte zwischen die Sambre und das Ende des Sees geführet, beyde Atraquen aber zwischen dem See und der Festung zusammengehänget werden, nachdem man auf dem andern Angriff über den Damman dem See würde gelanget seyn. Gleichwohl konnte dieser einzige Commu-nications- Graben nur allein, durch das Feuer eines gleich lauffenden Grabens,

welchen