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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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352 Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XXXVI.

welchen man auf der andern Seite des Sees angeleget hatte, beschirmet wer-den, und diese Bedeckung war allzu weit abgelegen, wenn die Gegenwehetüchtig gewesen wäre.

So hatte man auch, ehe man an der Communication beyder Angriffeunten an dem Glacis arbeiten konnte, sich zweyer Reduten von Mauerwerckbemeistern müssen, deren eine in dem See auf der rechten Seite des Angriffsvorn nach Brüssel zu lag, und die andere am Ende des Sees auf Seiten derAttaque an der Sambre, welche den Damm von dem See bedeckte. DieserUbergang war sehr enge und beschwerlich, dem Feuer von der Festung auszuweichen, massen dasselbe in einem Raum, so nicht über sechs Klaffter weit,eine groffe Ober- Macht hatte. Eben so war es nicht viel leichter, die Com-munication auf dem Hintertheil des Sees zu wagen, weil zwischen dem Seeund dem Fuß des Glacis, das sehr steil war, sich allzu wenig Plag befand,als daß man da sich so fest setzen mögen, daß man diese Arbeit, welche voneinem Angriff zu dem andern sich erstrecken solte, gebührend hätte bedecken undbehaupten können. Nichts desto weniger ward dieses Werck vollbracht,ohne daß sich der Feind demselbigen wiedersehte, massen dieser uns nachheroauch so gar zuließ, daß wir uns auf dem Obertheil des Glacis fest setzenkonnten.

Dieses Glück soll aber künfftig gar nicht zu einer Regel dienen, sondernes muß solches einig und allein der Ungeschicklichkeit desjenigen, so den Ortvertheidiget, und der verzagten Gegenwehr beygemessen werden, welches aberzufällige Dinge sind, darauf man sich keine gewisse Rechnung machen darff.Auch haben die Feinde des Marschalls de Vauban vorgegeben, er hätte, durchdiesen wunderlichen Angriff, nur seine Geschicklichkeit, dergleichen Arbeiten zuführen, sehen lassen wollen. Nun hatte dieser Argwohn bey einem andern Mann vielleicht einigen Grund haben können; allein von Mr. de Vaubanstehet ein solches nicht zu vermuthen, massen dessen Verdienste stets bekannt gewesen, und dessen Fähigkeit man sehr grossen Danck schuldig ist.

Das andere Erempel eines Orts, den man, in Ansehung der Wahl seisnes Angriffs, übel attaquiret hat, ist das von der letzten Belagerung derStadt Barcellona, welche der Marschall de Teffé, auf die blosse Nachricht,daß man, auf den Küsten von Valentia, eine feindliche Flotte geschen hätte,schändlich aufgehoben hat.

Ich will demnach auf die Wahl des Angriffs dieser Festung kommen.Es war dem Herrn de Lapara die Führung der Arbeiten vor diesem Ort anvertrauet worden; allein es war weit gefehlet, daß er von dergleichen Sachenso viel, als Mr. de Vauban, verstunde, auch kan man dessen Fehler nichts ansders, als seiner Ungeschicklichkeit, beymessen. Dieser Ingenieur wolte, vere

mittelft