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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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415
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. XLIX. 415

cin Gouverneur dahin bringen, daß man an seinem Verhalten nichts zu tadelnfinde, und folglich seinen Fürsten in den Stand seßen, diejenigen, welche es,Durch ihre geleistete Dienste, verdienet haben, nach der Billigkeit, zu belehnen, massen dieses Tag Register ihnen einmüthiglich Zeugniß hiervon gebenwird.

Was die Regularität und Hartnäckigkeit eines Gouverneurs in Bertheidigung aller angegriffenen Theile seiner Festung anbelanget, darüber habeich keine besondere Anmerckungen zu machen: ich kan diesfalls nichts sagen,was zu einer allgemeinen Anmerckung dienen möchte, auffer daß des Gouverneurs Sorgfalt ohne Unterlaß dahin gehen muß, wie er seinem Feind denauffern Platz seiner Festung, und denn auch die gesammten Wercke, streitigmachen wolle: allermassen die Schönheit und Dauer einer Gegenwehr hierinnen allein bestehen mag.

Cap. XLIX.

Das neun und vierzigste Capitel.

Von den Winter Quartieren.

Ch habe in meinen Grund- Regeln gezeiget, auf was Artman entweder in dem Lande seines Fürsten, oder in demfeindlichen Lande, die Winter Quartiere nehmen müsse; hier aber werdenmeine Anmerckungen sich nur auf die Winter- Quartiere erstrecken, welche ichin des Feindes Lande habe nehmen sehen.

In dem Winter von An. 1672. bis 1673. nahm der Marschall de Tu-renne seine Winter- Quartiere in Westphalen, in den Landen des Churfürsften von Brandenburg, nachdem er diesen Fürsten vorhero genöthiget hatste, wiederum über die Weser zu gehen, wie ich solches anderwärts gemeldethabe.

Der Marschall de Turenne aber gebrauchte für die Sicherheit der Winster- Quartiere, die seine Armee innen hatte, nachkommende Vorsicht.

Alle diejenigen, so vornen nach der Weser zu stunden, lagen in mit Mauern umfangenen Städten, und war so wohl Reuterey als Fuß- Volck drinsnen. Das platte Land, so zu diesen Städten gehörete, war unter die Trup-pen, welche in selbigen Städten die Quartiere hatten, vertheilet, und dieses sowohl wegen Lieferung der Lebens- Mittel in Natur, als auch in Ansehung desbaaren Geldes, so ihnen gegeben werden muste; nächst diesem aber stundenalle Truppen von der ersten Linie der Armee in den vordersten Quartieren.Die von der andern Linie der Armee, die näher bey Lippstadt lag, und woselbst der Churfürst von Brandenburg eine ziemlich starcke Besatzung hatte,

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