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Geheime und sonderbare Kriegs-Nachrichten des Marggrafen von Feuquieres / Antoine Feuquières de Pas
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419
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Historische und Militarische Nachrichten. Cap. L.

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ich nichts davon gedencken, sondern mir es genug seyn lassen, die Leute, welschen der Fürst einiges Commando anbefohlen und dergleichen Aufsicht anvertrauet hat, gebührend zu erinnern, daß sie auf diejenigen, welchen diese Contributionen unter die Hände gegeben worden, eine genaue Aufsicht haben,und im Fall der Übertretung selbige angeben, und deren Bestraffung von deniFürsten begehren sollen.

Wie ich auch bereits oben angezeiget habe, daß der Fürst, mit seinemGeneral, vernünfftig überlegen soll, auf was Maasse dessen Einkünfften, ei-nen Krieg über, zu statten zu kommen, und es zu machen sey, daß ein Theilder Unkosten auf die Länder der Potentaten, mit welchen er Krieg führet,fallen müsse: so erachte ich, daß ich hier von der Sorgfalt, die man, in An-sehung dieser Materie, entweder gebrauchet, oder aus den Augen gefeßet, et-was sagen und zeigen soll, daß in diesem Kriege, der annoch fort dauret, dieUngeschicklichkeit oder Nachläßigkeit des Ministers, nehmlich des Herrn deChamillard, zum Theil Ursach sey, daß solcher so gar schwer auszuhalten,daß des Königs Einkünffte dadurch erschöpffet worden, und der gesammteStaat in den letzten Zügen liege. Der Krieg, welcher 1701. feinen Anfanggenommen hat, war in Ansehung des Konigs ein blosser Hülffs Krieg, indem er dem Konig Philipp V. alle seine Truppen gab, um diesen, wieder dieunbilligen Ansprüche des Hauses Oesterreich in Teutschland, und dessen BundssGenossen, auf seinem Thron zu erhalten.

Die erste Armee, so man formirte, war die in Italien, woselbst Philip-pus V. die Königreiche Neapolis und Sicilien, denn auch das HerzogthumMeyland, die See- Plaße in Toscana und Sardinien, in Besitz hatte. Diebeyden Cronen hatten den Herzog von Savoyen, und den von Mantua undParma, zu Bunds Genossen; der Pabst hingegen, ingleichen der Groß-Herzog von Florent, die Republicken zu Venedig und Genua, nebst denVasallen, hatten das Ansehen, als wenn sie neutral bleiben, und an diesemKriege keinen Antheil nehmen wolten. Warum hat man denn von diesenPotentaten keine Geld Contributionen eingehoben, die hinlänglich gewesen,unsere Armeen davon zu besolden, oder wenigstens die aufferordentlichen Aussgaben damit zu bestreiten, und solches unter dem Vorwand, daß ihre scheinbare Neutralitat mehr ein Kennzeichen ihres guten Willens gegen unsere Feinsde, als ein aufrichtiges Verlangen wäre, ihre Ruhe zu erhalten?

Hat uns der Pring Eugenius, da er noch an dem Fuß der Alpen- war,

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nicht